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Programm 10



Aktionstagstheke

Tombola, Informationen, Kaffee & Kuchen

Zeit: den ganzen Tag
Ort: vor HS 81

Vor dem Hörsaal 81 gibt es wie immer den großen Treffpunkt des Aktionstages: unsere Tombola und Kuchentheke. In der Nähe stehen Informationsstände verschiedener sozialer Projekte, die zum informieren und diskutieren einladen (z.B. die med. Flüchtlingshilfe Göttingen, der stud. Arbeitskreis Notfallmedizin, IPPNW…). Mit der Tombola möchten wir mit allen Sachspenderinnen gemeinsam zwei Projekte unterstützen: Schenke eine Ziege e.V. in Uganda und lokal in Göttingen den Arbeitskreis Asyl e.V. Gegen Spenden für Lose können wieder eine Menge gute Preise gewonnen werden z.B. ein EXAPLAN oder der begehrte Gutschein für die Tauchschule.


Ausstellung "Faces of IGLYO" - 15 Portraits von Aktivist*innen
Zeit: 10:00 - 17:00
Ort: Osthalle Klinikum
Eröffnung: 10:15Uhr mit der Fotograf*in

Die Ausstellung "Faces of IGLYO" (International Lesbian, Gay, Bisexual, Transgender and Queer Youth and Student Organisation) stellt 15 Portraits von Aktivist*innen vor, die sich in die globalen Kämpfe für lesbisch-schwul-bisexuell-trans*-queer (=LGBTQ) Menschen und deren gleiche Rechtsansprüche einsetzen. Diese trafen sich auf einer internationalen Konferenz 2009 in Amsterdam.
Diese Ausstellung betont die Bereitschaft der Aktivist*innen sich zu engagieren und ebenfalls mit den Konsequenzen im Alltag umzugehen. Die Ausstellung wird von der Ärzt*in & Fotograf*in und ehemaligen Göttinger Medizinstudierenden Alexandra Müller eröffnet.


Begrüßung und Live-OP
Zeit: 8:00 - 10:00
Ort: HS 81
Referent: Prof. Becker - Abt. Allgemeinchirurgie

Auch dieses Jahr wird der Aktionstag nach einer kurzen Begrüßung durch uns, das Aktionstagsteam, und unseren Dekan Prof. Frömmel wieder mit der beliebten Live-OP beginnen. Hierfür schalten wir direkt in den OP-Saal und können den Operateur*innen im Großformat über die Schulter schauen! Begleitet wird die unterhaltsame Veranstaltung wieder von Prof. Becker, einem langjährigen und erfahrenen "Live-OP-Moderator". Was auf dem OP-Plan steht, wird noch nicht verraten, nur so viel - der Bauch wird aufgeschnitten. Also gut frühstücken und auf in den Hörsaal 81!


DRF Rettungshubschrauber "Christoph 44"
Zeit: 10:15
Ausweichzeit: 13:15
Treffpunkt: Kuchentheke des Aktionstages, vor HS 81

Kurzer Spaziergang zur Rettungswache der DRF. Falls der Christoph 44 unterwegs ist, werden wir es um 13:00 Uhr noch mal versuchen. Ob die Besichtigung stattfinden wird hängt vom Einsatzaufkommen des Ch.44 an diesem Tag ab. Ein Einblick in die Kabine des Rettungshubschraubers wird uns gewährt. Die Besatzung des Rettungshubschraubers gibt uns einen Überblick über die notfallmedizinischen Leistungen und das Medizin-Equipment des Christoph 44. Fragen sind erwünscht und ihr braucht keinen Anästhesieschein oder RS/RA in der Tasche haben um mitkommen zu können.
Wetterfeste & warme Kleidung wird natürlich empfohlen.
Sollte der Hubschrauber zum Einsatz alarmiert werden werden wir die Besichtigung abrechen und den Startplatz zügig gemeinsam verlassen.



Ethik im Film
Zeit: 10:15 - 11:00
Ort: HS 04
Referent: Sabine Wöhlke, Abteilung Ethik und Geschichte der Medizin, Göttingen

Medizinethische Aspekte im Film - am Beispiel Organtransplantation Ziel des Seminars ist es, ethische, kulturelle und soziale Aspekte der Medialisierung biomedizinischer Themen (am Beispiel Organtransplantation) in den Medien zu analysieren. Es soll dabei auf die moralischen, sozialen und politisch-rechtlichen Motivgeschichten spezifischer biomedizinischer Themen im Film eingegangen werden.


Gebärdensprachen - Workshop
Zeit: 10:15 - 11:00 Uhr und 14:15 - 15:00
Ort: HS 01/02
Referentin: Selma Kuhlmann

In diesem Workshop gibt es zuerst einen kurzen Vortrag über Gebärdensprachen im Allgemeinen und Gehörlose in Deutschland. Danach wird die Frage behandelt, wie die Kommunikation zwischen Arzt und gehörlosem Patient aussehen könnte, wenn kein Dolmetscher anwesend ist. Den Großteil dieses Workshops bildet der anschließende Teil, in dem das Fingeralphabet erlernt wird, themenrelevante Vokabeln gezeigt und Fragen besprochen werden.


Führung durchs Klinikums-Labyrinth
Zeit: 10:15 - 11:00
Ort: HS 45/46
ab 11:15 Führung durchs Gebäude - Treffpunkt: Kuchentheke des Aktionstages
Referent: Hr. Kiene

Zunächst gibt es eine Präsentation über die Gebäude und Gebäudetechnik der UMG. Es dürfen gerne Fragen gestellt werden, die euch schon immer über das Mysterium Klinikum auf dem Herzen lagen. Wofür sind zum Beispiel die großen schwarzen "Türme" auf dem Dach? Dann um 11:15 geht es los mit der Führung, in Bereiche, in die mensch als Student*in normalerweise nicht kommt. Stichwort: Ebene 02 und Dach!


Workshop der Medizinische Flüchtlingshilfe Göttingen
Zeit: 10:15 - 11:00
Ort: HS 91/92
Referent*innen: Mitarbeiter*innen der med. Flüchtlingshilfe

Die Medizinische Flüchtlingshilfe Göttingen e.V. ist eine Gruppe, die sich für Migrant*innen und Flüchtlinge ohne sicheren Aufenthaltsstatus einsetzt und in der Gesellschaft auf deren prekäre soziale Situation aufmerksam macht. Neben dieser Zielsetzung werden Flüchtlinge und Migrant*innen konkret in medizinischen Fragen unterstützt und bei Bedarf an Ärzt*innen weitervermittelt.
Wir möchten euch einen kurzen Überblick über unsere Arbeit und die damit verbundenen Herausforderungen geben. In einem anschließenden interaktiven Workshop werden die Teilnehmer*innen in verschiedene Rollen schlüpfen und einen Fall aus unserer Beratungsstelle nachspielen.
Vielleicht finden wir ja auch ein neues Konzept, wie die medizinische Versorgung und der Zugang zu gesellschaftlicher Teilhabe papierloser Menschen innerhalb Europas in Zukunft verbessert werden könnte?!
Wir freuen uns auf euer Kommen!


Zwangssterilisationen im Nationalsozialismus
Zeit: 11:15 - 12:00
Ort: HS 04
Referent: Dr. Susanne Ude-Koeller (Inst. Für Ethik und Geschichte der Medizin, UMG)

1934 wurde der bevölkerungspolitische Terror des NS-Staates durch das "Gesetz zur Verhütung erbkranken Nachwuchses (GzVeN)" quasi "legalisiert". In Folge des Gesetzes, das Zwangssterilisationen bei einer Reihe von scheinbar medizinischen Indikationen vorsah, wurden in Deutschland über 360.000 Zwangssterilisationen durchgeführt. Mehrere tausend Betroffene starben infolge des Eingriffes. Erst 2007 wurde das Gesetz nach langen Debatten vom Bundestag zum NS-Unrechtgesetz erklärt.
Die Zwangssterilisationen wurden an hierzu eigens bestimmten Kliniken, häufig Universitätskliniken, durchgeführt. In Göttingen wurden über 780 Frauen in der Frauenklinik und über 800 Männer in der Chirurgischen Klinik zwangssterilisiert.
Der Beitrag fokussiert im ersten Teil auf die in Göttingen vorgenommenen Zwangssterilisationen. Im zweiten Teil wird der Frage der unterschiedlich gehandhabten historischen Aufarbeitung des NS-Unrechts seitens der beteiligten Kliniken nachgegangen.



Noch bekifft - oder schon verrückt? - Wissenswertes zu Cannabis und Schizophrenie
Zeit: 11:15 - 12:00
Ort: HS 01/02
Referent: PD Dr. T. Wobrock - Abt. Psychiatrie UMG

Das in Cannabisprodukten enthaltene Delta-9-Tetrahydrocannabinol (THC) kann im Rahmen seines psychotropen Effekts vorübergehende psychotische Symptome hervorrufen. Prospektive epidemiologische Untersuchungen weisen allerdings darauf hin, dass Cannabiskonsum ein unabhängiger Risikofaktor für die Entwicklung einer Schizophrenie, also einer dauerhaft bestehenden psychotischen Erkrankung, ist. Die genauen neurobiologischen Grundlagen dieser Risikoerhöhung sind noch nicht vollständig aufgeklärt.
Anhand von Modellvorstellungen und eigenen Befunden werden die derzeit geltenden Hypothesen der komplexen Wechselwirkung zwischen Cannabiskonsum und Schizophrenie erläutert und Behandlungsstrategien für komorbid Erkrankte entwickelt. Darüber hinaus wird das Konzept der Psychosefrüherkennung erläutert und es werden Präventionsmöglichkeiten dargelegt.
Abschließend sollen die Implikationen für den Umgang mit Cannabis unter dem Gesichtspunkt des Psychoserisikos sowohl für den Einzelnen als auch gesamtgesellschaftlich diskutiert werden.



Eine weitere unbequeme Wahrheit - Einstieg in den Klinikalltag
Zeit: 11:15 - 12:00
Ort: HS 45/46

Nach der Unizeit kommt das PJ. Nach dem PJ das Hammerexamen. Und nach dem Hammerexamen? In den meisten Fällen dürfte dann die Ausbildung zur Fachärzt*in auf dem Programm stehen, was Assistenzärzt*inzeit bedeutet.
Welche Probleme einer in dieser Zeit begegnen können, was es vielleicht zu beachten gilt, wenn mensch sich auf eine Assistenzärzt*instelle bewirbt, wie Erwartungen (nicht) erfüllt werden und wie groß das Frustrationspotential werden kann wird ein Assistenzarzt aus Düsseldorf berichten. Denn so spannend die Assistenzärzt*inzeit fachlich und persönlich einerseits ist, so anstrengend und desillusionierend kann sie andererseits sein. Einen persönlichen und kritischen Erfahrungsbericht mit Schwerpunkt aus dem Bereich der Inneren Medizin gibt es in dieser Veranstaltung.


Training praktischer Fertigkeiten im STÄPS
Zeiten und Tutorien:
11:00 - 14:00 - Sonographie Abdomen
11:00 - 14:00 - Chirurgisches Knoten und Nähen
11:00 - 14.00 - Praktischer Fertigkeiten in Augenheilkunde und HNO
11:00 - 14.00 - periphere Venenpunktion (Blutentnahme, periphere Venenverweilkanüle)

Ort: STÄPS, am Aufzug B3 (Ebene 0).

Von 11:00 - 14:00 Uhr könnt Ihr ausprobieren, was Euch interessiert und so einen kleinen Einblick in das Angebot klinischer Tutorien im STÄPS bekommen. Mensch kann kommen und gehen, wann mensch will. Es sind keine Anmeldungen nötig. Das Angebot steht Klinik und Vorklinik offen. Einen Wegweiser zu den einzelnen Stationen findet Ihr im Eingangsbereich des STÄPS.


Famulatur und PJ im Ausland
Zeit: 11:15 - 12:00
Ort: HS 91/92
Referent*innen: Medizinstudent*innen

Das PJ und die Famulatur bieten mal im Studium die Möglichkeit für einige Zeit ins Ausland zu gehen. Die vortragenden Kommilitoninnen* haben diese Chance genutzt und werden uns berichten! Auch Lust bekommen? Dann lasst euch informieren!


Chinesische Medizin als technisch-regulatives System
Zeit: 12:15 - 13:00
Ort: HS 04
Referent: Dr. med. Arne Ströhlein

Alle Funktionen des menschlichen Körpers müssen zwangsweise reguliert und kontrolliert werden, ansonsten wird mensch krank. Die moderne Betrachtungsweise der chinesischen Medizin sieht in ihren Grundvorstellungen von yin und yang und den 5 Wandlungsphasen nicht nur philosophische Begriffe, sondern vor allem technische Begriffe der Regulationslehre (Kybernetik). Hierbei wird die chinesische Diagnose als vegetativer Funktionszustands der Patient*in verstanden, den man mit beinahe mathematischer Stringenz erheben kann. Durch diese Herangehensweise wird die innere Logik der chinesischen Medizin plausibel darstellbar. Dieses Modell wird bereits seit mehreren Jahren beim ersten europäischen Masterstudiengang für chinesische Medizin gelehrt. Aus dieser funktionellen Diagnose entsteht der Behandlungsplan, der aus Akupunktur, Pharmakologie, Diätetik, Heilmassagen (Tuina) und Körper-Qi-Übungen zusammengestellt wird. Die innere Logik der Regulationsmedizin an Hand der chinesischen Medizin zu entdecken und zu verstehen, macht nicht nur Spaß, sondern ist auch erfolgreich.


Burschenschaften und Verbindlichkeiten nach ganz rechts außen
Zeit: 12:15 - 13:00
Ort: HS 01/02

In Deutschland gibt es ungefähr 1.000 Studentenverbindungen mit ca. 22.000 studierenden Mitgliedern und 135.000 Alten Herren. Organisiert sind sie in Corps, Burschenschaften, Landsmannschaften, Sänger- und Turnerschaften, Gildenschaften etc. Die verschiedenen Arten von Studentenkorporationen unterscheiden sich in einigen Punkten voneinander, sie haben allerdings auch Gemeinsamkeiten, die ihre Ursprünge im 19. Jahrhundert haben und bis heute gültig sind. Ein Beispiel hierfür ist das Lebensbundprinzip: Einmal korporiert - immer korporiert. Die Veranstaltung soll über die Geschichte sowie die Gegenwart der Studentenverbindungen in Deutschland und Österreich informieren, sowie ihre reaktionären Traditionen, Ideologien und Strukturen beleuchten. Besonders auf Verbindungen nach ganz rechts außen wird hier eingegangen werden.


Bessere Versorgung von trans*gender Menschen
Zeit: 12:15 - 13:00
Ort: HS 45/46
Referentinnen: Halina Mirja Jordan (TransLesBiSchwule Hochschulgruppe Göttingen) und Alex Müller (International Lesbian, Gay, Bisexual, Transgender and Queer Youth and Student Organisation)

Transgender (oder trans*) Menschen haben spezielle medizinische Bedürfnisse, die im momentanen Gesundheitssystem nur unzureichend abgedeckt sind. Anfang Dezember 2009 trafen sich 30 internationale queer-AktivistInnen in Strasbourg, um eine Woche lang zu diskutieren, was sich verändern muss damit trans* und andere, z. B. nicht-heterosexuelle Patient*innen besser behandelt werden. Dieser Workshop stellt die wichtigsten Eckpunkte vor, außerdem gibt es einen kurzen Input zu trans*-Bedürfnissen im Gesundheitssystem. Einige Fragen: Wo und wie wird diskriminiert? Was bedeutet trans*? Hormone, OPs - oder nichts? Welche Barrieren gibt es für trans* Menschen in der medizinischen Versorgung? Welche Erfahrungen machen trans* Menschen im Krankenhaus und Arztpraxen? Wir wollen mit Euch zusammen erarbeiten wie Ärzt*innen, Krankenpfleger*innen und andere Gesundheitsarbeitende geschult werden können - und was Ihr direkt verändern könnt!


Medikamentenzugang global - BUKO-Workshop
Zeit: 12:15 - 13:00
Ort: HS 91/92
Referent: Christian Wagner-Ahlfs

Im Rahmen des 45min Workshops wird ein Überblick über die Problematik der unzureichenden Arzneimittelversorgung in armen und strukturschwachen Ländern bzw. Regionen gegeben. Hierbei werden insbesondere die beiden Hauptursachen in Form der bestehenden Forschungslücke zu vernachlässigten Krankheiten und der durch patentgeschützte Medikamente hervorgerufenen Versorgungslücke dargestellt.
Nachfolgend wird die Rolle der öffentlichen Forschung in Bezug auf diese Thematik, insbesondere auch auf ihren Beitrag zur Entwicklung von Medikamenten, verdeutlicht. Es wird gezeigt, welche Prozesse und politischen Richtlinien der Verwertung von Forschungsergebnissen aus öffentlichen Einrichtungen zu Grunde liegen und zu welchen Konsequenzen vor allem die Patentierung von Medikamenten führt. Mit Bezug auf ihren möglichen Ein?uss und ihre Stellung in diesen Prozessen wird anschließend die Verantwortung öffentlicher Forschung dargelegt und mögliche Lösungsansätze für eine Verbesserung der weltweiten Medikamentenversorgung gegeben (z.B. Equitable License). Abgeschlossen wird der Workshop durch die Darstellung eines konkreten Fallbeispiels.
Hierfür wird die Geschichte der Entwicklung des Göttinger Medikaments Miltefosin genutzt, welche exemplarisch zeigt, wie ein Medikament aus einer deutschen öffentlichen Forschungseinrichtung für arme Länder verfügbar gemacht wurde.



ERASMUS-CAFÉ
Zeit: 12:15 - 13:15
Ort: HS 95
Referent*innen: ehemalige Erasmuler*innen

Möchtest du gerne das medizinische Ausbildungssystem in anderen europäischen Ländern kennen lernen, eine neue Sprache lernen oder zieht es dich einfach so für eine gewisse Zeit ins Ausland?
Mit Erasmus hast du die Chance ein oder zwei Semester im europäischen Ausland zu verbringen.
Die Auswahl an Zielen ist groß - alleine in Spanien stehen 8 verschiedene Städte zur Auswahl. Da die Entscheidung über das Ziel manchmal nicht leicht ist haben wir ein paar ehemalige Erasmusler*innen eingeladen, die euch gerne Frage und Antwort stehen werden. Das Konzept des Erasmus-Cafés ist, dass ihr mit einem leckeren Stück Kuchen und einer Tasse Kaffee/Tee von unserer Kuchentheke ausgestattet das direkte Gespräch mit einer Erasmuler*in suchen könnt, welche in einer für Euch interessanten Stadt war.



Niemand ist alleine krank. Psychosoziale Belastung von Eltern und gesunden Geschwistern mehrfach behinderter Kinder
Zeit: 13:15 - 14:00
Ort: HS 04
Referent*innen: Dr. M. Lingen, S. Kittelmann, L. Steinke - Psychologie Abt. Pädiatrie UMG

Jeder Mensch lebt in und mit verschiedenen sozialen Systemen, z.B. in Familien-, Schul- oder Arbeitssystemen, die wiederum miteinander in Wechselbeziehung stehen können. Diese und weitere Systembeziehungen beeinflussen sich ständig gegenseitig und können zur Förderung, aber auch zur Behinderung der Persönlichkeit und Entwicklung von Personen beitragen. Chronische Krankheiten mit manchmal lebensbegleitendem oder -verkürzendem Charakter stellen somit nicht nur eine enorme Anforderung an das betroffene Individuum dar, sondern sind auch eine Herausforderung für die nahen Bezugspersonen und das ganze (Familien)System.

In diesem Vortrag soll der Blick auf die Angehörigen chronisch kranker Kinder und Jugendlicher gelenkt werden, also auf Personen, die sonst oft im Hintergrund stehen. Dabei werden Probleme und Chancen aus einem systemischen Blickwinkel heraus betrachtet und an konkreten Beispielen erläutert.


Schenke eine Ziege (Spendenprojekt)
Zeit: 13:15 - 14:00
Ort: HS 01/02
Referent*in: Verein Schenke eine Ziege e.V.

Der gemeinnützige Verein Schenke eine Ziege e.V. wurde 2006 von Robert Wunderlich (Medizinstudent) und Vanessa Velte (Krankenschwester) gegründet. Nachdem sie während ihrer Freiwilligenarbeit, nach dem Abitur, viele verarmte Familien besuchten, setzten sie sich das Ziel die Lebensbedingungen für die Bevölkerung in Uganda zu verbessern. Der gemeinnützige Verein hat momentan ca. 180 Mitglieder, die sich mit der Verwirklichung des Hilfsprojektes in Uganda beschäftigen.
So wurden insg. 24ha Land gekauft und eine Ziegenfarm aufgebaut, die trächtige Ziegen an bedürftige Familien abgibt. Mit der Milch der Ziegen können diese ihre Kinder ernähren und sich ihre eigene Ziegenzucht aufbauen. Somit wird dem lebensgefährlichen Eiweißmangel vorgebeugt und das Einkommen der Familie aufgebessert, das momentan bei nicht einmal 50 Cent pro Tag liegt. Das Prinzip der Hilfe zur Selbsthilfe und das Prinzip der Nachhaltigkeit werden in allen Bereichen des Projekts berücksichtigt. So muss z.B. jede Familie ein weibliches Zicklein an das Projekt zurückgeben, damit weitere Familien versorgt werden können. Bevor sie jedoch die Ziege erhalten müssen sie ein Jahr lang an wöchentlichen Schulungen (Tierhaltung, Landwirtschaft, HIV, Gender,…) teilnehmen.
Momentan wird das Ziegenprojekt, in Zusammenarbeit mit dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, durch eine landwirtschaftliche Schule ergänzt, die bis 2016 fertiggestellt werden soll
Weitere Infos gibt es unter www.schenke-eine-ziege.de oder per E-Mail an Info@schenke-eine-ziege.de



Pflegepraktikum im Ausland
Zeit: 13:15 - 14:00
Ort: HS 45/46
Referentinnen: Janneke Möller, Kora Richter

Spätestens bei der Anmeldung zum Physikum müssen alle Medizinstudierenden ein dreimonatiges Pflegepraktikum nachweisen. Dass dieses nicht nur in Deutschland absolviert werden kann zeigen die Beispiele von einigen Kommiliton*innen, die ihre Pflegepraktika teilweise oder komplett im Ausland verbrachten. Wo genau sie unterwegs waren, was für Erfahrungen sie sammeln konnten und wie man es plant, erfahrt ihr in dieser Veranstaltung.


SAN - Studentischer Arbeitskreis Notfallmedizin
Zeit: 13:15 - 14:00
Ort: HS 91/92
Referent*innen: Studierende die aktiv im SAN sind

Wie war das noch gleich? 30:2? Und wie schnell eigentlich? Was macht eigentlich der Rettungsdienst? Wie ist eine Notaufnahme organisiert? - Alles Fragen, die in irgendeinem Zusammenhang mit Notfallmedizin stehen.
Wir, also der SAN, sind eine Gruppe von Medizinstudierenden, die sich aus verschiedensten Gründen für eben diesen Teilaspekt der Medizin interessieren. Unserer Ansicht nach kommt diese Thematik und besonders die notfallmedizinische Praxis während des Studiums zu kurz. Daher organisieren wir über das Semester verteilt Vorträge zu unterschiedlichsten notfallmedizinischen Themen und praktische Übungsabende an denen Interessierte mal wieder "drücken" können.
Heute werden wir Euch eines dieser Themengebiete vorstellen - pädiatrische Notfälle. Wer also schon immer mal wissen wollte, was sie tun sollte, wenn die kleine Schwester ein Playmobilmännchen verschluckt, auf einmal blau anläuft oder anfängt zu krampfen, ist herzlich zu unserem Vortrag am Aktionstag eingeladen.



Eine Reise durch die Tropenmedizin
Zeit: 14:15 - ca.15:30
Ort: HS 81
Referent: Prof. Bommer

Der Göttinger Tropenmediziner Professor Bommer berichtet Interessantes und Wissenswertes aus seinen jahrelangen Erfahrungen. Er war schon überall, ob es die eigene Krankenstation in Sierra Leone oder ein kleines Dorf auf den Philippinen ist. Er unterstützt seinen Vortrag mit eigenen Bildern aus aller Herren Länder. Egal ob Schlangenbisse, Schlafkrankheit oder Malaria er hat alles schon gesehen und gibt es an Euch weiter.


Gebärdensprachen - Workshop
Zeit: 14:15 - 15:00
Ort: HS 01/02
Referentin: Selma Kuhlmann

Beschreibung: siehe oben.


Führung durch das STÄPS
Zeit: 14:00 - 14:30
Ort: STÄPS, am Aufzug B3 (Ebene 0)

Seit nun über einem Jahr habt Ihr die Möglichkeit im STÄPS (Studentisches Trainingszentrum Ärztlicher Praxis und Simulation) ärztliche Fertigkeiten zu üben.
Im Rahmen einer ca. 30-minütigen Führung könnt Ihr hinter die Kulissen blicken und mehr erfahren über die Geschichte des STÄPS, Peer-Teachings und Simulation in der medizinisch-praktischen Lehre. Neben der Führung bieten wir am Aktionstag einige ausgewählte Workshops an. Siehe Beschreibung "Training praktischer Fertigkeiten im STÄPS".


Innovation & Medikamente -
Workshop zu UAEM (Universities Allied for Essential Medicines)
Zeit: 14:15 - 15:00
Ort: HS 91/92
Referent*innen: Alexandra Müller und Cora Koch und IPPNW Studierendengruppe Göttingen

Im Rahmen des 45min Workshops werden Lösungsstrategien zur Problematik der weltweit unzureichenden Medikamentenversorgung diskutiert und die Arbeit von UAEM vorgestellt. Zu Beginn wird die Stavudine-Initiative aus dem Jahr 2001 in Yale als Fallbeispiel eines sehr erfolgreichen Engagements für eine gerechte Lizensierung von Medikamenten dargelegt. Es wird auf die daraus resultierende Gründung von UAEM International eingegangen und anschließend das "Philadelphia Consensus Statement" als Thesenpapier vorgestellt. Die beiden wichtigen Pfeiler dieses Statements in Form der Zugangs- und Forschungsinitiative für vernachlässigte Krankheiten werden erläutert und durch Beispiele aus der darauf aufbauende Arbeit von UAEM International verdeutlicht.
Nachfolgend wird es einen kurzen Abriss der Gründung von UAEM Germany geben, welche auf eine Zugangsinitative speziell in Deutschland folgte. Daran anschließend wird ein Überblick über die Rolle der Universitäten in Bezug auf die Medikamentenforschung und die Verwertung ihrer Innovationen in Deutschland gegeben. Dabei wird insbesondere auf die Entstehung der Patentverwertungsinitiativen und ihrer Auswirkungen für universitäre Forschungs- und Lizenspolitik eingegangen. Anhand dieser Übersicht werden die Ansatzpunkte und Lösungsstrategien für eine Verbesserung des Zugangs zu lebensnotwendigen Medikamenten und der Forschung an vernachlässigten Krankheiten anhand von Beispielen der aktuellen Arbeit von UAEM Germany verdeutlicht. Ein Ausblick auf zukünftige Handlungsmöglichkeiten bildet den Abschluss des Workshops.


Ärzte ohne Grenzen (MSF)
Zeit: 15:15 - 16:00
Ort: HS 04
Referentin: Dr. Anke Ressel

"Ärzte ohne Grenzen" leistet medizinische Nothilfe, wenn in Kriegsgebieten oder nach Naturkatastrophen das Leben vieler Menschen bedroht ist. Zu den Aufgaben der Organisation gehört es, allen Opfern Hilfe zu gewähren, ungeachtet ihrer ethnischen Herkunft oder ihrer politischen und religiösen Überzeugungen. Dr. Anke Ressel engagiert sich seit Jahren regelmäßig in Hilfsprojekten von "Medecins Sans Frontieres". Sie ist aktuell aus einem Projekt aus dem Jemen zurückgekehrt. In Ihrem Vortrag wird sie uns einen allgemeinen Überblick über die Arbeit von msf geben, aber auch speziell auf ihre eigenen Erfahrungen im Ausland eingehen.


Disease Mongering: Wie man Krankheiten erfindet und vermarktet.
Zeit: 15:15 - 16:00
Ort: HS 01/02
Referent: Prof. M. Kochen - Abt. Allgemeinmedizin UMG

"Disease Mongering" (direkt übersetzt "Handeln mit Krankheiten") bezeichnet eine bemerkenswerte Metamorphose, bei der eine Interessensgemeinschaft aus Pharmafirmen, Ärzt*innen und anderen "Playern" im Gesundheitsmarkt aus Menschen mit Befindlichkeitsstörungen Kranke mit behandlungsbedürftigen Leiden oder zumindest mit Krankheitsvorstufen macht und seltene in häufige Erkrankungen "umwandelt". Schüchternheit heißt dann plötzlich Sozialphobie, aus Trauer wird eine Depression oder unruhige Beine sind gleichbedeutend mit dem Restless-Legs-Syndrom. Aus einer Vielzahl von solchermaßen erfundenen Zuständen werden einige näher beleuchtet: Um dieser Medikalisierung unserer Gesellschaft Widerstand zu leisten, sollte die Bevölkerung aufgeklärt und Studierende wie Ärzteschaft sensibilisiert werden. Der Vortrag möchte dazu einen Beitrag leisten.


Alltag Chirurgie

FÄLLT LEIDER AUS




Problem Patient? - Balint Workshop
Zeit: 15:15 - 16:00
Ort: HS 91/92
Referent: Dr. med. G. B. Wüstenfeld

Manche Patient*innenkontakte mögen schnell wieder in Vergessenheit geraten, einige funktionieren vielleicht hauptsächlich als Gedächtnisstütze für besondere Erkrankungen, aber es gibt auch immer wieder einprägsame ( u.U. problematische) Begegnungen über die man nachdenkt und über die mensch sich gerne austauschen würde. Leider wird die Patient*in im Studium häufig mit ihrer Krankheit gleichgesetzt - und doch macht der Kontakt selbst einen entscheidenden Teil des Ärzt*innen berufs aus. Balint-Arbeit heißt, in einer Gruppe eine Arzt*in-Patienten-Begegnung zu beschreiben und eine Beziehungsdiagnose zu erstellen. Dadurch kann ein erweitertes Bild der problematischen Beziehung entstehen, welches später einen veränderten, meist hilfreichen Zugang zur Patient*in ermöglicht. Nach einer Einführung in das Konzept wollen wir das Erfahrene praktisch umsetzen!


Medizin in Göttingen im Nationalsozialismus - Ein Rundgang über das alte Klinikumsgelände zwischen Goßlerstraße und Humboldtallee
Zeit: 15:30 - 17:00 Uhr
Start/Treffpunkt: Kuchentheke des Aktionstages, 15.30 Uhr Ende: im Bereich Humboldtallee
Veranstalterin: Geschichtswerkstatt Göttingen e.V.

Der Rundgang über das Gelände des alten Universitätsklinikums zwischen Goßlerstraße und Humboldtallee gibt eine Einführung in die Göttinger Klinikumsgeschichte und die Entwicklung der medizinischen Fakultät in der NS-Zeit. Themen sind außerdem: Zwangssterilisationen in der Frauenklinik, die Rolle von Hebammen in der NS-Zeit sowie Zwangsarbeiter*innen als Patient*innen und Personal im Klinikum. Zum Abschluss geht es um den (aktuellen) Umgang der medizinischen Fakultät mit ihrer nationalsozialistischen Vergangenheit.