Die Übersicht als PDF zum downloaden
Die Kurzübersicht
08:15 Live-Op10:15 Famulatur im Ausland
10:15 Palliativmedizin
10:15 Bodypacking
10:15 Schwule Terminologie - Umgang mit Homosexualität
10:15 Beinahe-Fehler
11:15 Gebärdensprachenworkshop
11:15 Homöopathie und Schmerztherapie
11:15 Alpin und Höhenmedizin
11:15 Klinikumsführung
12:15 Wo und wie kann ICH helfen?
12:15 Hospiz und Sterbehilfe
12:15 How free is your choice? Im Fadenkreuz der Medikamentenwerbung
12:15 Häusliche Gewalt macht krank!
13:15 ÄrztInnen und Folter
13:15 Burma - Im Schatten der goldenen Pagoden
13:15 Was machen eigentlich die Klinik-Clowns
13:15 Rechtsextremismus erkennen
14:15 Alltag Arzt Geschichten die das Leben schreibt.
14:15 X+Y = XY?
14:15 Essstörungen
14:15 Abschiebung im Morgengrauen
14:15 Privatisierung von Kliniken
14:15 Medizin in Göttingen im Nationalsozialismus
15:15 Klinikumsführung
15:15 PJ im Ausland
15:15 Workshop: Tschüss Gastronomie
15:15 Engagieren: Ist das was für mich?
15:15 Gebärdensprachenworkshop
16:15 Ärzte ohne Grenzen
Kaffee, Kuchen, Informationen und Tombola
Zeit: ganzen Tag
Ort: vor HS 81
Vor dem Hörsaal 81 ist wie immer der große Treffpunkt des Aktionstags. Hier stehen diverse Stände zum informieren und diskutieren. Dieses Jahr sind folgende Personen, Gruppen und Organisationen dabei: Die Flüchtlingshilfe, IPPNW, MEZIS - Mein Essen zahl ich selbst, gegen die "Hilfe Lücke" (Nils Müller), SAN-Goe, der Fachschaftspräsident und der Studiendekan, eine Kaffeeausstellung, das Frauenbüro der Fakultät, sowie die ”Street Art". Ausstellung. Natürlich gibt es wie immer fairen Kaffee und leckeren Kuchen für das leibliche Wohl. Die Tombola sammelt dieses Jahr Geld für ein Projekt in Indien. Den Hauptpreis hat wieder der Tauchladen Oasis gespendet, ein Gutschein für einen Tauchkurs im Werte von 159 Euro.
Live-OP
Zeit: 8.15 - 10.00 Ort: HS 81
Referent: Prof. Schöndube
Auch dieses Jahr wird unser Aktionstag wieder mit der traditionellen Live-OP beginnen. Nach einer kurzen Begrüßung durch unseren Dekan, Prof. Frömmel, wird direkt in den OP geschaltet. Auf unserem OP-Plan steht eine Bypass-Operation am offenen Herzen, wie sie zum Beispiel bei Patientinnen nach einem Herzinfarkt oft gemacht wird. Für die Chirurginnen schon ein Routineeingriff, für alle anderen immer noch eine spannende Sache! Prof. Schöndube aus der Thorax-Herz-Gefäßchirurgie kommentiert und erklärt, wie man ein Herz einfach anhalten kann, warum dies überhaupt nötig ist und was sonst noch alles zu einem solchen Eingriff dazugehört. Wer einen Sitzplatz haben will sollte früh aufstehen... und bitte gut frühstücken!
Famulatur im Ausland
Zeit: 10.15 - 11.00 Ort: HS 04
Referent: Medizinstudenten der Uni Göttingen
Drei Kommilitonen und Komilitoninnen stellen ihre Auslandsfamulaturen aus drei verschiedenen Ländern (Indien, Ghana und Großbritannien) vor. Mit Tipps und Infos über Krankenhaussuche, Bewerbung, Kosten...
Leben Sie wohl
Zeit: 10.15 - 11.00 Uhr Einführung, 11.00 - 11.30 und 11.30 bis 12.00 Uhr Rundgang
Ort: HS 91
Referenten: Dr. Alt-Epping, AG Palliativmedizin
Nicht immer kann Medizin heilen!
Die Palliativmedizin befasst sich mit der Behandlung von unheilbar kranken Patientinnen*, um deren bestmögliche Lebensqualität gerade vor dem Hintergrund einer begrenzten Lebenserwartung zu sichern. Auch zu Eurem späteren Arztberuf gehört die Begleitung chronisch kranker und sterbender Menschen sowie ihrer Angehörigen. Im Vortrag könnt Ihr Wissen zur Versorgung und Begleitung von Menschen, bei denen keine kurative Therapie mehr erfolgversprechend ist, erlangen. Die anschließende Führung soll einen Eindruck vom Stationsleben geben. Im Rahmen einer Vortragsreihe gestaltet die AG Palliativmedizin einen "Einsteig in die Palliativ- und Hospizmedizin" in Zusammenarbeit mit Dr. Alt- Epping.
Bodypacker
Zeit: 10.15 - 11.00 Ort: HS01
Referent: Dr. Andreas Schaper, Giftinformationszentrum (GIZ) Nord
Bodypacker und Bodystuffer sind Drogenkuriere, die Kokain in verschluckten Behältnissen aus Südamerika nach Europa und Nordamerika schmuggeln. Diese Studie beschäftigt sich mit den klinisch-toxikologischen und chirurgischen Aspekten dieser Art des Drogenschmuggels. Nach Platzen eines kokaingefüllten Behältnisses stellt die operative Entfernung der Päckchen die wichtigste Therapieoption dar, da der Inhalt eines Behältnisses in der Regel eine lebensbedrohliche Menge der Droge enthält.
Schwule Terminologie - Umgang mit Homosexualität im unserem Alltag
Zeit: 10.15 - 11.00
Ort: HS 69
Referent: Alex Müller
Wie viele schwule, lesbische, bisexuelle, queere, transgender oder pansexuelle Medizinstudentinnen* kennst Du? Wenige? Und was genau bedeuten diese Adjektive eigentlich? Gerade der Klinikbetrieb zeigt häufig noch eine diskrimierende Haltung gegenüber "anderen" sexuellen Orientierungen. Wie kann man dieser Haltung im Alltag entgegenwirken?
Aus (Beinahe-)Fehlern lernen: MOPAS, das Incident Reporting System der UMG
Zeit: 10.15 - 11.00 Ort: HS 45
Referent: Priv. Doz. Dr. G. Bergmann, Vorstand - Ressort Krankenversorgung
Ärztinnen* sowie Krankenschwestern und Krankenpfleger sind täglich in ihrer Arbeit damit befasst, Fehler zu vermeiden. Sie nehmen es wahr und handeln danach, aber die Kommunikation darüber und die gemeinsame Betrachtung über notwendige Veränderungen und Verbesserungen kommt häufig zu kurz. Dies ist aber der entscheidende Weg, um zunehmend das tatsächliche Auftreten und die Häufigkeit von Fehlern zu vermeiden! Zu diesem Zweck wurden Incident Reporting Systeme entwickelt. Es handelt sich dabei um freiwillige Berichtssysteme, in die Mitarbeiterinnen Berichte über stattgefundene Beinahe-Ereignisse einpflegen können, die nach Analyse und Ableitung von Maßnahmen zur Verbesserung der Patientensicherheit beitragen. MOPAS ist ein solches Incident Reporting System - ein internes System der Universitätsmedizin Göttingen, dass auf Grundlagen wie der Anonymität, Sanktionsfreiheit, Freiwilligkeit und Einfachheit beruht.
DRF Rettungshubschrauber "Christoph 44"
Zeit: 11.00 Ausweichzeit: 13.00
Ort: Treffpunkt: Kuchentheke des Aktionstages, vor HS81
Kurzer Spaziergang zur Rettungswache der DRF. Falls der Christoph 44 unterwegs ist, werden wir es 13:00 nochmal versuchen. Ob die Veranstaltung stattfinden wird hängt vom Einsatzaufkommen des Ch.44 an diesem Tag ab. Ein kurzer Blick in die Kabine des Rettungshubschraubers wird uns gewährt. Die Besatzung des Rettungshubschraubers gibt uns einen Überblick über die notfallmedizinischen Leistungen und das Medizin-Equipment des Christoph 44. Fragen sind erwünscht und ihr braucht keinen Anästhesieschein oder RS/RA in der Tasche haben um mitzukommen zu können. Wetterfeste Kleidung wird empfohlen. Bei Alarmierung brechen wir den Besuch sofort ab und entfernen uns vom Startplatz.
Raus mit der Sprache: Gebärdensprache-Workshop
Zeit: 11.15 - 12.00 Ort: HS 04
Referent: Sophie Kogel und Claudia Haas, Studentinnen der HU, Berlin
Kommunikation zwischen Ärztinnen* und Patientinnen ist grundlegend für die Diagnose, das Heilen einer Krankheit und die Linderung von Schmerzen... - sie schafft die Vertrauensbasis. Aber was, wenn plötzlich eine Patientin in Deine Praxis kommt, du sprichst zu ihr/ihm, aber sie/er kann Dich und Deine Fragen nicht hören? Tipps wie man in solchen Situationen die Stille überwinden kann, möchten euch die Studentinnen Claudia Haas ( Deaf Studies ) und Sophie Kogel (Gebärdensprachpädagogik) von der Humboldt Universität, Berlin zeigen. Sie freuen sich darauf, euch Einblicke in die Gebärdensprache und die Situation der Gehörlosen zu geben. Es gibt ungefähr 80 000 gehörlose Menschen in Deutschland, es wäre schön, wenn du auch mit ihnen reden könntest!
Homöopathie in der Schmerztherapie
Zeit: 11.15 - 12.00 Ort: HS 01
Referent: Dr. Dagmar Radke
Schmerztherapie - ein homöopathisches Behandlungskonzept Linderung von Schmerzen ist eine der wichtigsten und menschlichsten Aufgaben in unserem ärztlichen Tun. Anästhesistinnen*, Palliativmedizinerinnen und Schmerzspezialistinnen versuchen immer wieder, über ein fein abgestimmtes Medikamentenmanagement die Therapie zu optimieren. Dennoch finden wir in der gesamten Literatur zur Schmerztherapie kaum einen Hinweis auf das homöopathische Heilverfahren. Aber dieses Behandlungskonzept, richtig angewandt, kann sehr erfolgreich sein! Deshalb möchte ich euch diese Therapieform aus meiner nunmehr 25-jährigen Erfahrung vorstellen: Der entscheidende Vorteil der Homöopathie besteht darin, dass der Schmerz nicht nur materiell über Physiologie und Pathophysiologie erfasst wird, sondern jeder einzelne Kranke in seiner Individualität, seinem Gesamtbild, Körper, Geist und Seele erfasst und behandelt wird. Grundsätzlich geht es nicht darum, ein bestimmtes Verfahren der Schmerztherapie zu favorisieren, sondern aus der Summe der Möglichkeiten, die ideale Schmerztherapie zu kreieren. Aus meiner Erfahrung ist auch bei finalen oder unheilbaren Krebserkrankungen mit schweren Schmerzzuständen eine begleitende homöopathische Therapie durchaus sinnvoll und segensreich einzusetzen. So sollte eine verantwortungsvolle Schmerztherapeutin die Homöopathie unbedingt mit berücksichtigen.
Alpin- und Höhenmedizin - Klinische und physiologische Aspekte bei Aufenthalten in großen Höhen
Zeit: 11.15 - 12.00 Ort: HS 69
Referent: Dr. med. G.-Gunnar Hanekop, MBA Zentrum Anaesthesiologie, Rettungs- und Intensivmedizin
Der Aufenthalt in großen Höhen, früher eine Ausnahme, erfreut sich heute zunehmender Beliebtheit. Damit wachsen auch die Anforderungen an die ärztliche Profession, eine entsprechende Beratung über die erforderlichen körperlichen Voraussetzungen bei derartigen Aktivitäten durchführen zu können. Die meisten Formen der akuten Höhenkrankheit sind anhand ihrer Symptomatik zu erkennen. Bei den physiologischen Voraussetzungen und Anpassungsvorgängen soll speziell auf die Rolle der zunehmenden Hypoxie für die Leistungsfähigkeit und die Reserven des Menschen eingegangen werden. Zudem sollen die Folgen des Sauerstoffmangels sowie eine eventuelle Anpassung an unterschiedliche Grade von Hypoxie beleuchtet und "Möglichkeiten" einer Prophylaxe bzw. Therapie der Höhenkrankheit angesprochen werden. Neben physiologischen und medizinischen Fakten werden aber auch die "faszinierenden Momente" eines Aufenthaltes in größeren Höhen bei der Darstellung nicht zu kurz kommen.
Klinikumsführung
Zeit: 11.15 - 12.00 Ort: HS 04
Referent: Dipl.-Oec. Kurt Kiene, Geschäftsbereichsleiter Gebäudemanagement
Viele Medizinstudentinnen befinden sich Tag für Tag im Klinikum. Aber kennen sie das Gebäude überhaupt? Wer schon immer ein paar der großen und kleinen Geheimnisse dieses Gebäudes kennenlernen wollte, dem sei der Vortrag von Herr Kiene und die darauffolgende Führung ans Herz gelegt.
Wo und wie kann ICH helfen? Freiwilligenzentrum
Zeit: 12:15 - 13.00 Ort: HS 04
Referent: BONUS Freiwilligen-Zentrum Göttingen, NIKO-Projekt, Göttinger Hundesport-Freunde e.V., Caritas Seniorenstift St. Paulus GmbH
Freiwilliges Engagement rund um das Thema Gesundheit
Freiwilliges Engagement wird zunehmend auch im Gesundheitssektor bedeutsam. Drei Projekte werden beispielhaft vorgestellt.
1. NIKO-Projekt "Gesundes Schulfrühstück": Armut ist auch in Göttingen ein Thema. Kindergärten und Schulen machen die Beobachtung, dass gesunde und ausgewogene Ernährung für Kinder in immer weniger Elternhäusern selbstverständlich ist. In Zusammenarbeit mit Göttinger Grundschulen wurde der Versuch unternommen, Kinder und Eltern über das Angebot eines Schulfrühstücks die Wichtigkeit gesunder Ernährung nahezubringen.
2. Hunderunde für Seniorinnen: Als die Idee, Hunde und ältere Menschen eines Altenpflegeheims zusammenzubringen, vor 5 Jahren geboren wurde, war das eine kleine Sensation. Regionalfunk, Fernsehen, Ärztezeitschrift und andere Printmedien interessierten sich für das Projekt. Wie sich der Kontakt zum Tier auf multimorbid Pflegebedürftige auswirkt, stellen Frauen des Göttinger Hundesportvereins dar, die noch heute einmal die Woche mit ihren Hunden eine Gruppe von acht Bewohnerinnen* des Caritasenzentrums St. Paulus besuchen.
3. CARENA: Es handelt sich hier um ein neues Projekt der Caritas-Sozialstation Göttingen, in dem es um die Stärkung und Entlastung pflegender Angehöriger geht. Jeweils montags verbringen bis zu 8 Demenzkranke unter Anleitung einer gerontopsychiatrischen Fachkraft sowie unter Begleitung von geschulten Freiwilligen einen Nachmittag miteinander. In dieser Zeit können die pflegenden Angehörigen etwas für sich tun und wieder Kraft tanken für die Pflege.
Hospiz und Sterbehilfe
Zeit: 12.15- 13.00 Ort: HS 01
Referenten: Herr Bodenhagen
Wie sieht der Alltag in einem Hospiz aus? Wo liegen die Grenzen zwischen Sterbebegleitung und aktiver Sterbehilfe? Was können sich dabei für Probleme ergeben? Wenn Patientinnen* sterben, entstehen belastende Situationen für Pflegepersonal, Ärztinnen und Angehörige. Viele Medizinstudentinnen haben während eines Praktikums oder einer Famulatur im Krankenhaus den Tod eines Menschen erlebt und erfahren, wie schwierig der Umgang mit dem Sterben sein kann. Wie schwierig würdevolles Sterben sein kann. Dieser Vortrag will uns mit der Problematik etwas vertrauter machen und uns das Hospiz als Institution näher bringen.
Häusliche Gewalt macht krank!
Zeit: 12.15 - 13.00 Ort: HS 91
Referent: Ilse Hilliger, Therapeutische Frauenberatung Göttingen
Gewalt zählt zu den größten Gesundheitsrisiken für Frauen. Krankenhäuser und Praxen sind wichtige Anlaufstellen für Opfer Häuslicher Gewalt. Hier finden sie sensible und handlungssichere Medizinerinnen, die den Mut haben, das Thema anzusprechen und die wissen, wo sie weitere Hilfe finden können: Wunsch oder Wirklichkeit? Eine kurze Einführung ins Thema von Ilse Hilliger, Therapeutische Frauenberatung Göttingen.
How free is your choice? Im Fadenkreuz der Medikamentenwerbung
Zeit: 12.15 - 13.00 Ort: HS 69
Referent: Alex Müller und Jonas Özbay (Leipzig), Globalisation and Health Initiative (GandHI)
Niedergelassene, Klinikärztinnen* und bereits Medizinstudentinnen werden mit Informationsmaterialien der pharmazeutischen Industrie umworben. In diesem Workshop wollen wir gemeinsam untersuchen, in wiefern wir im Fokus dieser Bemühungen stehen und welche Wege es geben könnte damit umzugehen. Methoden und Nebenwirkungen von Medikamentenwerbung sollen analysiert und diskutiert werden.
Ärzte und Folter
Zeit: 13.15 - 14.00 Ort: HS 04
Referent: Dr. Winfried Beck vom Verein demokratischer Ärztinnen und Ärzte VDÄÄ
In diesem Vortrag wird es darum gehen die Rolle von Ärztinnen* hinsichtlich Ihrer Beteiligung an der Durchsetzung staatlicher Interessen zu beleuchten. Anhand von ethischen Richtlinien, die auf der Grundlage der Nürnberger Prozesse von 1946 von verschiedenen Konventionen erarbeitet wurden, sollen dabei Widersprüche zwischen ärztlicher Ehrencodices und z.T. alltäglichem Handeln wie z.B. der Beteiligung an der Abschiebung von Flüchtlingen verdeutlicht werden. Folgende Fragen werden diskutiert: Was ist Folter? Wann und wo war ärztliches Personal an Folterprozessen beteiligt? Was bringt Angehörige des ärztlichen Berufsstandes dazu, auf diese massive Weise ihren beruflichen Auftrag zu verraten? Wo finden wir in Deutschland Beispiele für Verhalten, das ärztliche ethische Regeln verletzt?
BURMA - Im Schatten der goldenen Pagoden
Zeit: 13.15 - 14.00 Ort: HS 91
Referent: Cand. med. Aung
Burma ist ein Land mit ungeheuerer exotischer Vielfalt, faszinierend und geheimnisvoll, mit altertümlichen Kulturschätzen und einer vom Leben geprägten, überaus liebenswerten Bevölkerung. Doch hinter diesen lächelnden Menschen versteckt sich das blutiger Militärregime mit einem brutalen Unterdrückungsapparat. Einst die Reisschale Asiens, ist es jetzt eines der ärmsten Länder der Welt und eines in denen die Meschenrechte wie nirgendwo anders mit Füßen getreten werden. Die Folge ist ein ständiger Strom von Flüchtlingen über die Grenze nach Thailand. Mehr als zwei Millionen Menschen verstecken sich in Burma entlegenen Dschungelgebieten. Herr Aung wird in seinem Vortrag über die Handlungsfelder der humanitäre Hilfe, die Problematik vor Ort, sowie über die Verwendung der Spendengelder des letzten Aktiontags berichten.
Nase: Rot! Was machen eigentlich Klinik-Clowns?
Zeit: 13.15 - 14.00 Ort: 69
Referenten: Gert Liebenehm, Klinik-Clown
Regelmäßig besucht eine Gruppe von Clowns die Ambulanz und einzelne Stationen der Kinderklinik. Was genau machen die Clowns und wozu und mit welchen Methoden? Im Workshop gibt es seriös-heitere Einblicke ins Clownsgetümmel, in das Geheimnis des Clowns-Prinzips, den vier Stufen des Kontaktes und der Frage, was die Besuche für die Kinder bewirken. Mit Überraschungen muss gerechnet werden.
Nazis & Rechtsextremismus erkennen
Zeit: 13.15 - 14.00 Ort: HS 01
Referent: H. von Horn
"Jede Reise beginnt mit dem ersten Schritt!" - so lautet ein chinesisches Sprichwort. Auch die Auseinandersetzung mit dem Rechtsextremismus beginnt mit dem ersten Schritt: "Rechtsextremismus erkennen" zu können! Das Erscheinungsbild der rechten Szene ist innerhalb der normalen Jugendmode immer schwerer erkennbar. Bestimmte einmal der klassische Skinhead-Look das Erscheinungsbild der Szene, findet heute die Identifikation über versteckte Symboliken oder Modemarken statt, die auf den ersten Blick keine Anhaltspunkte für Rechtsextremismus zu geben scheinen. Die Veranstaltung soll einen Überblick über die verwendete Symbolik, Modemarken und Codes geben, die aktuell in der rechtsextremen Szene Verwendung finden.
"Alltag Arzt" - Geschichten, die das Leben schreibt
Zeit: 14.15 - 15.00 Ort: HS 04
Referent: Prof. Viehbahn, Dr. Chenot, Dr. König
"Mediziner haben keine Freizeit." "Entweder Karriere oder Familie! Beides? Unmöglich!" "Im Ausland ist das Medizinstudium viel besser." "Frauen in der Chirurgie?!" In drei Kurzvorträgen soll einmal mit Vorurteilen aufgeräumt werden! Ob nun eine Anstellung im Universitätsklinikum, der Forschung und Lehre oder im niedergelassenen Bereich, die Möglichkeiten einer Medizinerin* sind groß. Oft führt ein Umweg zum Ziel und am Ende kommt dann alles doch ganz anders. Wie bunt das Leben sein kann und welche Freuden und Probleme auf dem Weg warten können, davon soll einmal ganz ohne Umschweife in dieser Veranstaltung erzählt werden.
X+Y=XY?
Zeit: 14.15 - 15.00 Ort: HS 91
Referent: Andrea F. Ottmer, Deutsche Gesellschaft für Transidentität und Intersexualität
Über die (In-)Aktualität des traditionellen binären Geschlechtermodells
Wir wissen heute mit der gleichen Sicherheit und Selbstverständlichkeit, mit der wir früher wussten, dass die Erde eine Scheibe ist, dass es nur zwei Geschlechter gibt. Die Phänomene Intersexualität und Transsexualität stellen jedoch die Richtigkeit der These, dass es nur Mann oder Frau gibt, deutlich in Frage und führen sie sogar ins Absurdum. Was bedeutet dieses aber für unsere Gesellschaft, die auf dem binärem Geschlechtermodell aufbaut? Wie geht sie heute mit den Phänomenen der Intersexualität und Transsexualität um und wie könnte ein menschenwürdiger Umgang mit diesen Aussehen? Welche Schlussfolgerungen sollte die Medizin hieraus ziehen? Auf diese Fragen möchte ich hier kurz eingehen und Lösungsansätze aufzeigen. Außerdem würde ich mich auch über eine Diskussion im Anschluss an mein hoffentlich durchaus kontroverses Referat freuen.
Essstörungen
Zeit: 14.15 - 15.00 Ort: 01
Referent: Prof. Dr. Günter Reich, Diplompsychologe, Ambulanz f. Familientherapie u. f. Essstörungen
Unter Essstörungen versteht man hauptsächlich Magersucht (Anorexia nervosa), Bulimie (Bulimia Nervosa) und ihre Varianten sowie die Essstörung mit "Fressanfällen" (Binge Eating Disorder). Die Behandlungsfälle mit diesen Störungen haben in den letzten drei Jahrzehnten in Deutschland drastisch zugenommen. Dies ist nur auf einem soziokulturellen Hintergrund mit veränderten Körpernormen, erhöhter sozialer Körperkontrolle, veränderten Ernährungsmöglichkeiten und Essgewohnheiten sowie veränderten Rollenanforderungen für Frauen verstehbar. Die medial transportierte Konstruktion eines "idealen Körpers", der der sozialen "Überprüfung" ausgesetzt wird, wirkt gerade in der Pubertät mit den hier bestehenden Unsicherheiten häufig Norm gebend und das persönliche Körperideal bestimmend. Der Vortrag soll einen allgemeinen Überblick über die verschiedenen Erkrankungen, deren mögliche Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten, sowie Hinweise zum Umgang mit der Erkrankung und den Erkrankten geben.
Abschiebung im Morgengrauen
Zeit: 14.15 - 15.00 Ort: HS 69
Referent: med. Flüchtlingshilfe Göttingen e.V.
Die medizinische Flüchtlingshilfe Göttingen präsentiert den Film "Abschiebung im Morgengrauen" mit anschließender Diskussionsrunde:
In der Hamburger Ausländerbehörde wird tagtäglich über das Schicksal von Menschen entschieden, die ein "Leben auf dem Schleudersitz" führen: Asylsuchende, die länger als ein Jahrzehnt in Deutschland gelebt haben, deren Kinder hier geboren sind. In vielen Fällen sind sie in der Bundesrepublik aber nur geduldet, mal für weitere zwei oder drei Monate, mal aber auch nur bis zum nächsten Wochenende. Dann wird wieder neu entschieden, ob sie nicht doch zurück müssen - in ihr Herkunftsland, das für viele keine Heimat mehr ist, aus dem sie vor vielen Jahren geflohen sind. Der Film zeigt Bilder von der nächtlichen, überfallartigen Stürmung von Wohnungen mit einer Armada von Beamtinnen* und Polizei, dem Zusammentreiben von Familien, deren Verzweiflung und Verängstigung und das hastige zeitlich befristete Zusammenpacken der persönlichen Sachen - erschütternde Szenen, die eine Ungeheuerlichkeit darstellen und gleichermaßen beschämen, wie empören.
Privatisierung von Kliniken
Zeit: 14.15 - 15.00 Ort: HS 45
Referent: Tobias Michel
Die blinden Hände des Marktes im Krankenzimmer
Tobias Michel, Betriebsrat und Mitarbeitervertreter im renomierten privaten Alfried Krupp Krankenhaus (Essen) versucht, die unterdurchschnittliche Lebenserwartung von Ärztinnen* aus ihrem sozialen Kontext zu erklären. Ärztinnen, Schwestern, Kassiererinnen und Küchenfrauen - die Arbeit aller Beschäftigten wird rasant verdichtet, verändert und verschoben. Denn am Gesundheitsmarkt stehen weder die Patientin noch die Professorin im Mittelpunkt. Kurzfristig erschienen die Ärztinnen als Gewinnerinnen im Wettbewerb und am Arbeitsmarkt. Wer sind die Verliererinnen? Nicht nur die Tarife, auch die medizinische Versorgung in privatisierten Krankenhäusern ist anders als bei einer öffentlichen Grundversorgung.
Medizin in Göttingen im Nationalsozialismus
Zeit: 14.00 - 15.30 Startpunkt: Kuchentheke des Aktionstages - Endpunkt: an der Humboldtallee
Referent: Frauke Klinge, Geschichtswerkstatt Göttingen e.V.
Der Rundgang auf dem Gelände des alten Universitätsklinikums zwischen Goßlerstraße und Humboldtallee gibt eine Einführung in die Göttinger Klinikumsgeschichte und beleuchtet dann exemplarisch das Verhalten von zwei Göttinger Universitätsmedizinern in der NS-Zeit: Der Physiologe Hermann Rein und die Kriegsmedizin sowie der Psychiater Gottfried Ewald und das Sterilisations- und "Euthanasie"-Programm. Außerdem wird es um das Thema Zwangsarbeit am Uniklinikum im Zweiten Weltkrieg gehen.
Klinikumsführung
Zeit: 15.15 - 16.00 Ort: HS 04
Referent: Dipl.-Oec. Kurt Kiene, Geschäftsbereichsleiter Gebäudemanagement
Viele Medizinstudentinnen* befinden sich Tag für Tag im Klinikum. Aber kennen sie das Gebäude überhaupt? Wer schon immer ein paar der großen und kleinen Geheimnisse dieses Gebäudes kennenlernen wollte, dem sei der Vortrag von Herr Kiene und die darauffolgende Führung ans Herz gelegt.
PJ im Ausland
Zeit: 15.15 - 16.00 Ort: HS 01
Referent: Medizinstudentinnen
Das PJ bietet noch ein letztes Mal im Studium die Möglichkeit für einige Zeit ins Ausland zu gehen. Die vortragenden Kommilitoninnen* haben diese Chance genutzt und waren in Kuba (und Südafrika), Australien und Spanien! Auch Lust bekommen? Dann lasst euch informieren!
Workshop: Tschüss Gastronomie?! Who cares?
Zeit: 15.15 - 16.00 Ort: HS 69/71
Referent: ver.di-Organizing-Team Göttingen
Angefangen mit der Gastronomie will der Vorstand der UMG Schritt für Schritt immer mehr Beschäftigte der Klinik in Beschäftigungsgesellschaften outsourcen, mit verheerenden Konsequenzen für die Lebens- und Arbeitsbedingungen der Betroffenen. Wie können sich die Beschäftigten dagegen wehren? Was würde die Verwirklichung dieses alten neoliberalen Traums für euch als zukünftige Ärztinnen* bedeuten? Und was könnt ihr für Eure eigenen Lebens- und Arbeitsbedingungen und zur Unterstützung der Klinikbeschäftigten tun?
Die Fakultät bewegen
Zeit: 15.15 - 16.00 Ort: HS 45
Referent: siehe Text
Vieles in dieser Welt und an unserer Fakultät ist gut, aber vieles ist auch verbesserungswürdig. Wer nicht immer nur über diese Tatsache reden will, sondern tatsächlich etwas bewegen möchte ist herzlich eingeladen zu dieser Veranstaltung zu kommen. Hier stellen sich folgende Gruppierungen vor: Das Teddybärkrankenhaus Göttingen, die med. Flüchtlingshilfe, der BVMD-Exchange, die Arbeitsgemeinschaft Homöopathie, die Arbeitsgemeinschaft Palliativmedizin, die Mediziner mit sozialer Verantwortung (IPPNW) und natürlich das Aktionstagsteam. Hier gibt es Informationen zum mitmachen und mithelfen.
Raus mit der Sprache: Gebärdensprache-Workshop
Zeit: 15.15 - 16.00 Ort: HS 55
Referent: Sophie Kogel und Claudia Haas, Studentinnen der HU, Berlin
Kommunikation zwischen Ärztinnen und Patientinnen ist grundlegend für die Diagnose, das Heilen einer Krankheit und die Linderung von Schmerzen... - sie schafft die Vertrauensbasis. Aber was, wenn plötzlich eine Patientin in Deine Praxis kommt, du sprichst zu ihr/ihm, aber sie/er kann Dich und Deine Fragen nicht hören? Tipps wie man in solchen Situationen die Stille überwinden kann, möchten euch die Studentinnen Claudia Haas ( Deaf Studies ) und Sophie Kogel (Gebärdensprachpädagogik) von der Humboldt Universität, Berlin zeigen. Sie freuen sich darauf, euch Einblicke in die Gebärdensprache und die Situation der Gehörlosen zu geben. Es gibt ungefähr 80 000 gehörlose Menschen in Deutschland, es wäre schön, wenn du auch mit ihnen reden könntest!
Ärzte ohne Grenzen
Zeit: 16.15 - 17.00 Ort: HS 81
Referent: Dr. Anke Ressel
"Ärzte ohne Grenzen" leistet medizinische Nothilfe, wenn in Kriegsgebieten oder nach Naturkatastrophen das Leben vieler Menschen bedroht ist. Zu den Aufgaben der Organisation gehört es, allen Opfern Hilfe zu gewähren, ungeachtet ihrer ethnischen Herkunft oder ihrer politischen und religiösen Überzeugungen. Dr. Anke Ressel engagiert sich seit Jahren regelmäßig in Hilfsprojekten von "Medecins Sans Frontieres", so z.B. auch 2007 in Somalia. Sie wird uns allgemein Einiges über die Arbeit als Ärztin in der Organisation berichten, aber auch speziell auf ihre eigenen Erfahrungen im Ausland eingehen.
Fotoausstellung: Anti-Sexist-Streetart
Graffitis und Sprühschablonen, selbst gestaltete Aufkleber und Tags, Plakate und ausgeschnittene Motive auf Papier, Kommentierungen und Verfremdungen von Werbeträgern. Streetart im öffentlichen Raum bewegt sich zwischen illegaler Aneignung öffentlicher Flächen und Kunst. Die Fotoausstellung dokumentiert Motive,die im Frühjahr 2008 zum Themenbereich "Antisexismus" und "Geschlechterverhältnisse" in Göttingen aufgenommen wurden.
Mehr Informationen finden sich auf www.ali.antifa.de.
Die Fotoausstellung ist in Göttingen im Dezember 2008 erneut zu sehen:
Mittwoch, 3.12.2008,8-16Uhr, Klinikum Osthalle während des Akionstages Medizin mehr Informationen: www.aktionstag-goettingen.de
Sonntag,14.12.2008,ab 15 Uhr, KAZ/Saal des Jungen Theaters im Rahmen des KAZ-Kultur-Sho(w)ppings weitere Informationen www.kaz-goettingen.de
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*In diesem Programm verwenden wir durchgehen die weibliche Form der Anrede, selbstverständlich sind damit auch männliche und andere Personen gemeint.
