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Die Übersicht für das Programm 2007

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08:15 Live-op Hörsaal 81
10:15 Schüchternheit und soziale Phobie Hörsaal 81
10:15 Engagieren Hörsaal 55
10:15 Burma Hörsaal 01
10:15 Fehlbildung? Hörsaal 71
10:15 Klinikumsführung Hörsaal 94
11:15 bvmd-exchange Hörsaal 81
11:15 Vortrag: Klaus Dörner: Neues Hilfesystem Hörsaal 55
11:15 Milleniumsziele Hörsaal 01
11:15 Erfolge und Rückschläge der Forschung Hörsaal 94
12:15 Tropenmedizin Hörsaal 81
12:15 Psychiatrie im Film Hörsaal 01
12:15 Gebärdensprachenworkshop Hörsaal 71
12:15 IPPNW Hörsaal 94
13:15 Pflegepraktikum im Ausland Hörsaal 55
13:15 Doping Hörsaal 01
13:15 Südafrika Hörsaal 71
13:15 Medizin Forschung: Geschichte Hörsaal 94
13:15 Ethikkommission Hörsaal 45
14:15 Podiumsdiskussion: Der Freie Wille Hörsaal 04
14:15 Balint-Workshop Hörsaal 55
14:15 Ernährungsberatung Hörsaal 01
14:15 Zweikassenmedizin = Zweiklassenmedizin? Hörsaal 71
14:15 med. Flüchtlingshilfe Hörsaal 94
14:15 Nazis vor der Haustür Hörsaal 45
15:15 Krankheiten unserer Vorfahren Hörsaal 81
15:15 Medizin studieren heute Hörsaal 01
15:15 Traditionelle chinesische Medizin Hörsaal 94
15:15 Höhenmedizin Hörsaal 45
16:15 Ärzte ohne Grenzen Hörsaal 04
16:15 Palliativ Medizin Hörsaal 71
16:15 Gebärdensprachenworkshop 2 Hörsaal 94


Die Ausführlichen Erläuterungen für das Programm 2007

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Kaffee, Kuchen, Tombola und Informationen
Zeit: ganzen Tag
Ort: vor HS 81

Wie jedes Jahr gibt es vor dem Hörsaal 81 Kuchen, Tee und Kaffee. Direkt daneben sind die Stände von Flüchtlingshilfe, IPPNW, Amnesty International, Burma, Medf3, Moulagen Ausstellung, dem Studiengebühren Informationsstand Dort wird, neben vielfältigen Informationen zu den verschiedenen Organisationen sicherlich auch der eine oder andere Leckerbissen angeboten. Von 10.30 bis um 13 Uhr ist Prof. Hellige am Studiengebühren-Informationsstand und gibt gerne Auskunft über die Verwendung der Gelder. Desweiteren gibt es natürlich auch wieder eine großzügige Tombola, diesemal mit besonders vielen Bücherpreisen.


Live-OP
Zeit: 8.15 - 10.00 Ort: HS 81
Referent: THG-Chirurgie

Wie jedes Jahr startet der Aktionstag auch dieses Mal mit einer kurzen Begrüßung durch unseren Dekan, Prof. Frömmel. Im Anschluss daran schalten wir dann wieder zur Live-Übertragung aus einem der Operationssäle des Klinikums. Dieses Jahr wird uns der Herz-Thorax-Chirug Dr. Tirilomis durch eine Operation am offenen Herzen führen, was genau unters Messer kommt, steht noch nicht fest, in jedem Fall wird es ein spannender Einblick mitten ins Zentrum des wohl wichtigsten Organs unseres Körpers!


Schüchternheit und soziale Phobie
Zeit: 10.15 - 11.00 Ort: HS 81
Referent: Prof.Dr. Bandelow

Schüchternheit, soziale Phobie, Prüfungsangst Schüchternheit ist ein extrem weit verbreitetes Phänomen. Schüchterne Menschen haben große Schwierigkeiten bei der Aufnahme von Kontakten mit anderen Menschen, vor allem beim Kennenlernen eines Partners und befürchten ständig, durch andere kritisiert oder abgewertet zu werden. Sie haben in Ausbildung und Beruf oft geringere Chancen als selbstbewusste Menschen. Es gibt fließende Übergänge von der Schüchternheit zur sozialen Phobie. In dem Vortrag werden Tipps zum Umgang mit Schüchternheit, sozialer Phobie und Prüfungsangst gegeben.


Engagieren - ist das was für mich?
Zeit: 10.15 - 11.00 Ort: HS 55
Referenten: IPPNW, bvmd-exchange, Teddybärkrankenhaus Göttingen, MSV, Flüchtlingshilfe, Seg-Med und das Aktionstagteam

Wenn man sich an dieser Fakultät engagieren will, gibt es neben den zwei Fachschaftsgruppen (UMer und BasisGruppe) noch viele weitere studentische Gruppen, die ganz verschiedenartige Projekte haben. Wer also Lust hat, irgendwo mitzumachen ist hier herzlich eingeladen sich Infos zu den einzelnen Gruppen zu holen. Mit dabei ist der bvmd-exchange (www.fs-medizin-goe.de/index.php/Dfa) , das Teddybärkrankenhaus-Organisationsteam (teddy@fs-medizin-goe.de www.teddy.fs-medizin-goe.de), Seg-Med (die Studentische Einkaufsgemeinschaft für Untersuchungssets), Mit Sicherheit Verliebt, Medizinische Flüchtlingshilfe (GesundheitUndBildungFuerAlle@yahoo.de, www.gesundheitsversorgung-fuer-alle.de/) und natürlich das Aktionstagteam (www.aktionstag-goettingen.de)


BURMA - Im Schatten der goldenen Pagoden
Zeit: 10.15 - 11.00 Ort: HS01
Referent: Aung

Burma ist ein Land mit zwei Gesichtern: Die eine Seite - das ist eine ungeheure exotische Vielfalt, faszinierend und geheimnisvoll, mit altertümlichen Kulturschätzen und einer vom Leben geprägten, überaus liebenswerten Bevölkerung. Die andere Seite, das ist der seit 1962 herrschende Bürgerkrieg, sind vom Militärregime über das Land verteilte Minen, dauernde Lebensgefahr. Einst die Reisschale Asiens, ist es heute eines der ärmsten Länder der Welt in dem die Menschenrechte wie nirgendwo anders mit Füssen getreten werden. Die Folge ist ein ständiger Strom von Flüchtlingen über die Grenze nach Thailand. Mehr als 2 Millionen Menschen verstecken sich in Burmas entlegenen Dschungelgebieten. Karen Service Team betreut Schulen, Waisenhäuser, Prothesen-Werkstätten für die Mienenopfer, den mobilen medizinischen Dienst….


Film: Sie müssen entscheiden!
Zeit: 10.15 - 12.00
Ort: HS 71/69

Referent: Prof. Silke Schicktanz (Institut für Ethik und Geschichte der Medizin UMG), Barbara Ernst (Ärztin, Beraterin pro familia Göttingen, Trauerbegleiterin) und Petra Blankenstein (Biologin, Leona - Verein für Eltern chromosomal geschädigter Kinder e.V.) Vorführung der Kurzfassung des Filmes "Mein kleines Kind" von Katja Baumgarten mit anschließender Diskussionsrunde. Ultraschalluntersuchung in der Mitte der Schwangerschaft. Diagnose: "komplexes Fehlbildungssyndrom in der 21. Schwangerschaftswoche, Verdacht auf Chromosomenanomalie". "Sie müssen entscheiden!", sagt der Facharzt für Pränataldiagnostik. "Die sofortige Beendigung der Schwangerschaft ist in einer solchen Situation der übliche Weg." Katja Baumgarten entscheidet sich für einen eigenen Weg. Der autobiographische Dokumentarfilm handelt vom Dasein, von Geburt und Abschied ihres Sohnes Martin Tim, von persönlichen Fragen und Entwicklungen nach der Konfrontation mit der bestürzenden Diagnose - vor allem von der plötzlichen Forderung an sie, über die Dauer des Lebens und die Bedingungen des Todes eines ihrer vier Kinder entscheiden zu müssen.


Klinkumsführung
Zeit: 10.15 Ort: HS 94/95
Referent: Hr. Kiene

Wer hat sie nicht mitgekriegt die Diskussion über Neubauten und die Umbauarbeiten? Ein neuer OP zwischen RoKo und Klinikum? Abriss des Bettenhauses 1? Neugestaltung der Eingangsfassade? Über diese Themen gibt Herr Kiene, Geschäftsbereichsleiter des Gebäudemanagements in dieser Veranstaltung Auskunft (ca 20-30min). Anschließend folgt eine Klinikumsführung auf das Dach und zu den Transportanlagen (20-30min). Für 15-20 Teilnehmer/Innen.


Entdecke Deine Möglichkeiten: bvmd - Austausch
Zeit: 11.15 - 12.00 Ort: HS 81
Referent:bvmd-exchange Göttingen

Entdecke Deine Möglichkeiten: bvmd - Austausch Die Sparte „Austausch“ der Bundesvertretung der Medizinstudierenden Deutschlands e.V. (kurz: bvmd) bietet Dir viele Möglichkeiten in Dingen Famulanten-, Forschungs-, oder Entwicklungshilfeaustausch. Wir werden vorstellen, wie Du Dich bei uns bewerben kannst, um dann die Vorteile wie kostenlose Unterkunft, Verpflegung und Betreuung in den Austauschländern zu genießen. Außerdem wirst Du Erlebnisberichte von Mitstudenten hören, die mit dem bvmd - Austausch schon unterwegs waren. Wir freuen uns auf Dich!


Vortrag Klaus Dörner: Das neue Hilfesystem - Eine Antwort auf das Versorgungsproblem alter und chronisch kranker Menschen
Zeit: 11.15 - 13.00 Ort: HS55
Referent: Prof. Klaus Dörner

Hast Du Lust, Visionen in die Tat umzusetzen? In einer Zeit, in der wir nahezu alle Akutkrankheiten medizinisch im Griff haben, geht es nun vielmehr um die Versorgung alter und chronisch kranker Menschen. Doch unser derzeitiges Hilfesystem ist damit bereits jetzt schon überfordert und wird es in Zukunft umso mehr sein. Klaus Dörner, einer der profiliertesten Vertreter der deutschen Sozialpsychiatrie und Autor zahlreiche Publikationen, wird in seinem Vortrag Wege aus dem Dilemma aufzeigen und praktische Hinweise dafür geben, wie man sich als Mediziner, Pflegender, Sozialarbeiter oder einfach als Bürger organisieren kann, um die Wege eines neuen Hilfesystems zu begehen. Die Probleme sind bekannt, die Antworten neu.


Die Millenniums-Entwicklungsziele für das Jahr 2015 am Beispiel der Bekämpfung von HIV/Aids, Tbc und Malaria
Zeit: 11.15 - 12.00 Ort: HS 01
Referent: Hr. Nünke

Herr Manfred Nünke, Referent für Öffentlichkeitsarbeit im Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) in Bonn, wird hierzu einen Vortrag halten und anschließend für eine Diskussion zur Verfügung stehen. In seinem Vortrag wird er die aktuelle Situation hinsichtlich der genannten drei großen Krankheiten skizzieren, Ursachen und Zusammenhänge benennen, Lösungsansätze herausarbeiten und die bisherigen Erfolge bei der Umsetzung der Millenniumsziele herausstellen.


Erfolge und Rückschläge der Forschung - Anfangen, wo andere aufhören zu denken - Medizin zwischen Natur- und Geisteswissenschaften
Zeit: 11.15 - 12.00 Ort: HS 94/95
Referent: Prof. A. Zeeck

Immer wieder stellt es sich heraus, dass Entdeckungen und Erfindungen, die am Anfang große Hoffnungen auslösen im Verlauf der Anwendung vielerlei Probleme mit sich bringen. Zu nennen sind z.B. Contergan, Fluorchlorkohlenwasserstoffe oder Antibiotika. In allen Fällen stellte sich heraus, dass die durch solche Substanzen ausgelösten Nebenwirkungen nicht rechtzeitig bedacht worden sind. In diesem Beitrag gibt es einen Exkurs über die Qualität des Denkens, über den Zeitbegriff und zur Frage, was den Menschen auszeichnet. Es folgt daraus, dass wir uns der Verantwortung für das, was wir tun und in der Welt auslösen, nicht entziehen können. Am Ende werden aktuelle Entwicklungen aufgezeigt, die uns alle betreffen, deren Auswirkungen jedoch offensichtlich noch nicht zu Ende gedacht worden sind.


Tropenmedizin
Zeit: 12.15 - 13.45 Ort: HS 81
Referent: Prof. Bommer

Der Göttinger Tropenmediziner Professor Bommer berichtet Interessantes und Wissenswertes aus seinen jahrelangen Erfahrungen. Er war schon überall, ob es die eigene Krankenstation in Sierra Leone oder ein kleines Dorf auf den Philippinen ist. Er unterstützt seinen Vortrag mit eigenen Bildern aus aller Herren Länder. Egal ob Schlangenbisse, Schlafkrankheit oder Malaria - er hat alles schon gesehen und gibt es an Euch weiter.


Psychiatrie in filmischen Szenen
Zeit: 12.15 - 13.00 Ort: HS 01
Referent: Prof. Poser

Legendär ist der Professor auf jeden Fall, seine Betrachtung verschiedenster Filme inzwischen ein Klassiker im Aktionstagsprogramm. In kurzen, zum Teil neu ins Repertoire genommenen, Ausschnitten von Kino- und Fernesehfilmen werden tiefe Abgründe der Seele und kleine Schrulligkeiten des Alltags verständlich, indem sie durch die Augen eines Enthusiasten und Professionellen erst sichtbar und dann nachvollziehbar gemacht werden. Sowohl die Interessierten der Psychiatrie, als auch Kritiker von Hollywood und alle anderen cineastisch Begeisterten werden auf ihre Kosten kommen. Den Filmen gemeinsam ist, dass sie Inhalt haben, gut gespielt und möglicherweise ein wenig schräg sind - und Ihr sie aus dieser Perspektive noch nicht gesehen habt.


Mit den Händen sprechen: Gebärdensprachworkshop
Zeit: 12.15 - 13.00 (HS 71)und 16.15 -17.00 (HS 94)
Referenten: Claudia Haas ( Deaf Studies ) und Sophie Kogel (Gebärdensprachpädagogik)

Auch Du bist bestimmt schon in Kontakt mit Gebärdensprache gekommen - ob im Fernsehen, auf der Straße, im Bekanntenkreis, oder vielleicht auch im Patientenzimmer. Möchte ein gehörloser Mensch mit Dir sprechen, siehst du Gebärden, fliegende Hände…verstehen kannst du nicht viel! Wie wäre es ein paar Worte dieser Sprache zu lernen? Wie Gebärdensprache funktioniert und warum sie so wichtig ist, möchten euch die Studentinnen Claudia Haas ( Deaf Studies ) und Sophie Kogel (Gebärdensprachpädagogik) von der Humboldt Universität zu Berlin näher bringen. Sie freuen sich darauf, euch Einblicke in die Gebärdensprache, die Kommunikation und die Situation der Gehörlosen zu geben. Es gibt ungefähr 80000 gehörlose Menschen in Deutschland, es wäre schön, wenn Du auch mit ihnen reden könntest!


IPPNW
Zeit: 12.15 - 13.00 Ort: HS 94/95
Referent: Aila Luise Pratsch

Ein Vortrag von Aila Luise Pratsch über das Programm Famulieren und Engagieren von IPPNW. "Bethlehem, da denkt man doch gleich an die Weihnachtsgeschichte! Nach zwei Monaten in dem Ort, der heute zur West Bank/Palästinensische Gebiete gehört, habe ich noch eine andere, aktuelle Seite kennengelernt. Ich war mit dem IPPNW-Programm famulieren& engagieren einen Monat in einem Krankenhaus in Bethlehem und einen Monat in einem Hilfszentrum für Kinder. Neben Fotos, die ich zeigen möchte, persönlichen Erlebnissen, von denen ich berichten möchte, werde ich auch versuchen einen kleinen Einblick in den politisch-historischen Hintergrund des israelisch-palästinensischen Konfliktes zu gewähren. Und nicht zuletzt über das Programm famulieren&engagieren und die Medizinerfriedensorganisation IPPNW allgemein informieren, für alle, die sich eventuell auch bewerben möchten oder sich vorstellen können bei der Wiederbelebung einer Göttinger Gruppe mitzuhelfen!


Pflegepraktikum im Ausland
Zeit: 13.15 - 14.00 Ort: HS 55
Referent: Anh-Thy Ngyuen und Jo Nikolas Ewert

Die meisten Studierenden können es sich vorstellen im Laufe des Studiums eine Zeit lang im Ausland zu verbringen. Warum also nicht schon zu Beginn, also in der Vorklinik? Erfahrungsberichte von 2 StudentInnen zeigen, wie es ohne großen Aufwand möglich ist im Ausland zu pflegen, auch wenn von Seiten der Fakultät keine Hilfe zu erwarten ist. Tansania und Vietnam, also Ziele in Afrika und Asien werden vorgestellt und dabei natürlich nicht nur die medizinischen, sondern auch die weltenbummlerischen Aktivitäten beleuchtet, schließlich gilt es das Land der Wahl von jeder nur möglichen Seite kennenzulernen. Wir möchten mit euch unsere Erfahrungen teilen, euch praktische Tipps für die Planung, Durchführung und Anerkennung des Praktikums geben und euch damit motivieren die Möglichkeit zum Sammeln internationaler Erfahrungen schon so früh wie möglich zu nutzen!


Anti-Doping-Kontrolle: Skandal und Fakten rund um die Erhöhung der eigenen körperlichen Grenzen
Zeit: 13.15 - 14.00 Ort: HS 01
Referent: Prof. Brockmüller (Pharmakologie UMG)

Die Veranstaltung soll einen Exkurs über die Wirkung und Risiken, aber auch über Motivation, Fairness und Folgen des Dopings geben.


Südafrika - die ganze Welt in einem Land
Zeit: 13.15 - 14.00 Ort: HS 71
Referent: Juliane Albrecht

Die Medizinstudentin Juliane Albrecht berichtet über Ihre Erfahrungen als Volontärin in einem südafrikanischen Kinderheim und über verschiedene Hilfsprojekte, in denen sie ein Jahr lang mitgewirkt hat. Fasziniert von der vielfältigen Landschaft, der interessanten Kultur und den liebenswerten Menschen Südafrikas, doch auch geschockt von der großen Armut und dem Elend vor allem der von Aids betroffenen Familien, gründete sie im März 2007 den Verein „Siyabonga - Lachende Herzen für Südafrika e.V.“. Der Verein unterstützt vier konkrete Entwicklungshilfsprojekte in der südafrikanischen Provinz KwaZuluNatal mit dem Ziel der Hilfe zur Selbsthilfe. Das Wirkungsspektrum der Projekte ist weit reichend: monatliche Überlebenspakete, medizinische Versorgung, nachhaltige Entwicklung des Bildungsniveaus…


Medizinische Forschung: Geschichte, Weltbild und Karriere
Zeit: 13.15 - 14.00 Ort: 94/95
Referenten: Sabine Weller (Kinderärztin UMG) und Sven Thoms (Biochemiker UMG)

Der Workshop fragt nach dem Verhältnis von Medizin und Forschung. In einem kurzen Rückblick werden zunächst parallele und konvergente Entwicklungen am Beispiel der Biochemie und Neuropädiatrie aufgezeigt. Dann wird nach den unterschiedlichen Motiven und Motivationen der medizinischen und der naturwissenschaftlichen Forschung gefragt. Zuletzt sollen biographische und karrierepraktische Fragen besprochen werden: kann medizinische Forschung eine echte berufliche Option sein?


Was darf die klinische Forschung? Ethische und rechtliche Grenzen - Aufgabe und Rolle von Ethikkommissionen. Diskussionsveranstaltung
Zeit: 13.15 - 14.00 Ort: HS 45/46
Referent: Dr. Daniel Sehrt

Fragestellungen: Welche Aufgabe erfüllen Ethikkommissionen und welche Verantwortung übernehmen sie? Wie setzen sich die Mitglieder zusammen? Welche Vorhaben müssen bei Ethikkommissionen vorgelegt werden? Ist Forschung am Menschen ethisch vertretbar und wenn ja, unter welchen Voraussetzungen? Welche rechtlichen Rahmenbedingungen gilt es in der klinischen Forschung zu beachten? Welche Grenzen setzt der Datenschutz? Wie müssen Patienten informiert werden? Welche Verantwortung tragen die durchführenden Ärzte?


Podiumsdiskussion: Der freie Wille?
Zeit: 14.15 - 15.45 Ort: HS04

Sind wir frei in unserem Wollen? Oder sind wir vielmehr Gefangene vorbestimmter, neurobiologischer Prozesse und eigentlich unfrei? Was für Folgen hätten bzw. haben Erkenntnisse dieser Art auf die Gesellschaft, auf unser Moralverständnis und nicht zuletzt auf den Begriff der Strafbarkeit? Kann man jemanden zur Verantwortung ziehen für eine Tat, gegen die er sich gar nicht entscheiden konnte? Die Annahme der Freiheit sich für oder gegen eine Handlung entscheiden zu können, steht im Mittelpunkt unseres Rechtsverständnisses. Die heutige Podiumsdiskussion, die mit dem Titel „Der freie Wille?“ gewollt auf den gleichnamigen Film von Matthias Glasner anspielt, wird durch ihre fünf Teilnehmer, fünf Sichtweisen auf dieses Thema vorstellen. Prof. Markowitsch (Physiologische Psychologie, Bielefeld) wird den deterministisch neurobiologischen, Dr. Gail (Neurobiologe am Deutschen Primatenzentrum, Göttingen) den naturwissenschaftlich-experimentellen, Prof. Duttge (Abteilung für strafrechtliches Medizin- und Biorecht, Göttingen) den strafrechtlich-juristischen, Dr. Hesse (stellv. ärztlicher Direktor des Landeskrankenhaus Moringen, forensische Psychiatrie) den medizinisch-praktischen und Dr. Brandhorst (Dozent in der Abteilung Moralphilosophie, Göttingen) wird schließlich den philosophisch-theoretischen Standpunkt vertreten.
Die Diskussion verspricht spannend und erhellend zu werden, moderiert wird sie von Herrn M.A. Schweda aus der Ethik der Medizin.


Balint-Arbeit - die therapeutische Bedeutung der Arzt-Patienten-Beziehung
Zeit: 14.15 - 15.00 Ort: HS 55
Referent: Fr. Dr. Heide Otten

Manche Patientenkontakte mögen schnell wieder in Vergessenheit geraten, einige funktionieren vielleicht hauptsächlich als Gedächtnisstütze für besondere Erkrankungen, aber es gibt auch immer wieder einprägsame ( u. U. problematische) Begegnungen über die man nachdenkt und über die man sich gerne austauschen würde. Leider wird der Patient im Studium häufig mit seiner Krankheit gleichgesetzt - und doch macht der Kontakt selbst einen entscheidenden Teil des Arztberufs aus. Balint-Arbeit heißt, in einer Gruppe eine Arzt-Patienten-Begegnung zu beschreiben und eine Beziehungsdiagnose zu erstellen. Dadurch kann ein erweitertes Bild der problematischen Beziehung entstehen, welches später einen veränderten, meist hilfreichen Zugang zum Patienten ermöglicht. Nach einer Einführung in das Konzept wollen wir das Erfahrene praktisch umsetzen!


Vortrag von Dipl. Oecotrophologin Silke Kröger, Ernährungsberatung & Ernährungstherapie, Göttingen
Zeit: 14.15 - 15.00 Ort: 45/46
Referent: Silke Kröger

"Apfel oder Birne? Wie bin ich gesund ernährt?" Querbeet durch die Gerüchteküche der Diäten und alternativen Ernährungsformen. Wie sieht denn nun die gesunde Ernährungsform aus? Ist Trennkost sinnvoll oder Vollwert-Diät? Sollten wir alle Vegetarier werden oder lieber doch alles roh essen? Verwirrungen und unterschiedliche Standpunkte zu den derzeitig populären Ernährungs- und Diätformen sollen in diesem Vortrag zur Sprache und Diskussion kommen. Eine objektive Betrachtung „wissenschaftlicher“ und medienpopulärer Wahrheiten.


Zweikassenmedizin = Zweiklassenmedizin? - Wie gerecht ist unsere medizinische Versorgung?
Zeit: 14.15 - 15.00 Ort: HS 71/69
Referent: Dr. Christian Lenk

In regelmäßigen Abständen sorgen in Deutschland Umfragen und Veröffentlichungen für Unruhe, die zeigen sollen, dass die Zweiklassenmedizin in Deutschland bereits Realität geworden ist. Dabei geht es etwa um die Wartezeit auf eine Behandlung, um den Zugang zu innovativen und teuren Behandlungen sowie um eine Behandlung mit bestimmten Medikamenten. Andererseits scheint die Versorgung der gesetzlich Versicherten in Deutschland im internationalen Vergleich durchaus vorzeigbar zu sein. Einige Berichte behaupten sogar, dass es in bestimmten Behandlungssituationen ein Vorteil ist, kein Privatpatient, sondern gesetzlich krankenversichert zu sein. Dr. Christian Lenk aus der Abteilung für Ethik und Geschichte der Medizin beschäftigt sich mit dem Thema und gibt einen Überblick aus dem Blickwinkel der Medizinethik.


Medizinische Flüchtlingshilfe
Zeit: 14.15 - 15.00 Ort: HS 94/95
Veranstalter: Aktivisten des Antira Plenums Oldenburg/Blankenburg

Zur medizinischen Versorgung von Flüchtlingen in Abschieblagern. Fernab der öffentlichen Aufmerksamkeit erfüllen zahlreiche Abschiebelager in Deutschland eine zentrale Funktion in der europäischen und deutschen Migrationspolitik. Diese hat regelmäßig das Ziel, die Einreise und den Aufenthalt von Einwander_innen und Flüchtlingen zu begrenzen und zwar mit den Mitteln der Abschottung und Abschreckung. In Abschiebelagern wie dem bei Oldenburg gelegenen /Ein- und Ausreiselagers Blankenburg/ sollen Flüchtlinge durch schlechte Lebensbedingungen von einem weiteren Aufenthalt in Deutschland abgebracht werden, wobei häufig auch gravierende Mängel in der medizinisch gebotenen Versorgung bestehen. In einer Veranstaltung werden Aktivist_innen aus Oldenburg/Blankenburg beispielhaft über die Lebensbedingungen in einem Abschiebelager berichten und damit ein wenig Licht auf dieses kaum beachtete Thema werfen. Nachdem der Hintergrund des Lagersystems aufgezeigt wurde, soll es vor allem um die gesundheitlichen Folgen durch das Lagerleben und die Entrechtung nach dem Asylbewerberleistungsgesetz gehen. Insbesondere mit den persönlichen Erfahrungen eines Flüchtlings wird in der Veranstaltung ein Einblick ins deutsche Lagersystem möglich sein.


Nazis vor der Haustür?
Zeit: 14.15 - 15.00 Ort: HS 45/46
Referent: Helge von Horn (Arbeitsstelle Rechtsextremismus und Gewalt)

Durch die Aufmärsche von Rechtsextremisten in den letzten Jahren ist auch in Göttingen und Umgebung die Existenz neonazistischer Strukturen offenbar geworden. Aber nicht nur in der "Frontstadt Göttingen" - wie sie es nennen - versuchen die Rechten Fuß zu fassen auch und vor allem das Umland ist Ziel ihrer Bemühungen. Warum rücken dabei gerade Göttingen und Südniedersachsen in das Zentrum ihres Interesses? Wer sind die Akteure und welche Organisationen stecken dahinter? Was wollen sie mit welchen Mitteln erreichen? Darüber soll in diesem Vortrag ein kurzer Überblick gegeben werden. Hinweis: Personen die der rechtsextremen Szene nahestehen oder dieser angehören, sowie Symbole dieser Szene tragen oder dafür bekannt sind, sind bei dieser Veranstaltung unerwünscht.


Die Krankheiten unserer Vorfahren - Neue Ergebnisse der Paläopathologie
Zeit: 15.15 - 16.00 Ort: HS 81
Referent: Prof. Schultz

In der Paläopathologie, einem neuen Arbeitsgebiet, das zwischen Medizin, Anthropologie und Archäologie angesiedelt ist, werden archäologische Skelettfunde und Mumien mit medizinischen Methoden und Techniken auf Krankheitsspuren untersucht. Auf diese Weise erhalten wir verlässliche Informationen über Art, Ursachen sowie Verbreitung und Häufigkeiten damaliger Krankheiten. Da Krankheiten häufig durch äußere Lebensbedingungen verursacht werden, ermöglicht das Wissen um die Krankheiten der Vorzeit in Grenzen eine Rekonstruktion prähistorischer Umweltbedingungen (z.B. Ernährung, Wohn- und Arbeitsverhältnisse, geographische und klimatische Gegebenheiten sowie sanitäre und hygienische Einrichtungen). Der Beitrag beginnt mit einer Einführung in die Paläopathologie. Danach werden ausgewählte Beispiele vorgestellt (der bisher älteste Fall einer venerischen Syphilis in Eurasien, der Grabkomplex eines an einem Prostatakarzinom leidenden skythischen Königs, die Krankheiten der assyrischen Königinnen von Nimrud, der Fall des Pharaos Psusennes I).


Medizin studieren heute.... Praxis lehren, praktisch prüfen...
Zeit: 15.15 - 16.00 Ort: HS 01
Referent: Tomas Schlabs (Fachschaftssprecher Charite Berlin), Prof. Frömmel (Dekan UMG Göttingen), Daniel Behme (Fachschaftssprecher UMG)

Das Medizinstudium wurde in den letzten Jahren grundlegend reformiert. Zu mehr praktischen Inhalten und neuen Kursformen kamen auch neue Prüfungsformen. Die Berliner Charite hat viele Ideen in einem Reformstudiengang zusammengeführt. Dazu gehören ein Skills Lab, OSCE Prüfungen und die Nutzung von Simulationspatienten. Nun steht die Überführung moderner Methoden in den Regelstudiengang an. Was sind die Ergebnisse des Reformstudiengangs, was kann Göttingen aus Berlin lernen und welche Wege geht die Medizinerausbildung von morgen? Antworten auf diese Fragen versuchen Thomas Schlabs (Charite FS Sprecher), Prof. Frömmel (Dekan Göttingen) und Daniel Behme (FS Sprecher Göttingen) zu geben.


Objektivierung der Akupunkturwirkung
Zeit: 15.15 - 16.00 Ort: HS 71/69
Referent: Dr. Trang Nguyen

Die Akupunktur ist eine der ältesten und weltweit verbreitetsten Therapiemethoden; sie reicht bis in die Steinzeit Chinas zurück, und man darf trotz aller Kritik der Überzeugung sein, dass eine Methode, die reiner Bluff wäre, sicherlich nicht über 4.000 bis 10.000 Jahre überdauern könnte. Obwohl die Akupunktur die letzte Therapiemethode zur Linderung oder Heilung vieler chronisch therapieresistenter Beschwerden ist, wurde sie in den 60. und bis in die 70. Jahre oft von vielen Professoren, Schulmedizinern und vielen anderen Menschen als Humbug, Scharlatanerie und Quacksalberei beschimpft, weil ihre Wirkung nicht nachgewiesen worden ist. Trotzdem ist es dem aus Mekong-Delta, Südvietnam, stammenden Arzt Dr. med. Trang Xuan Nguyen gelungen, in der Universitätsfrauenklinik Göttingen, damals unter der Leitung von Prof. Kuhn, zunächst die vietnamesische Spezialakupressur und sofort danach die Akupunktur zur Linderung bzw. Heilung chronisch therapieresistenter Beschwerden für alle medizinischen Kliniken einzuführen.


Alpin- und Höhenmedizin
Zeit: 15.15 - 16.00 Ort: HS 45/46
Referent: Dr. Hohloch (Hämato- Onkologie UMG)

Raus aus dem Alltag, rauf in die Berge und Arzt sein in Extremsituationen. Eine erfahrene Höhenmedizinerin nimmt euch mit und berichtet über Höhenkrankheiten und die besonderen Herausvorderungen des Bergarztes.


Ärzte ohne Grenzen
Zeit: 16.15 - 17.00 Ort: HS 04
Referent: Dr. Anke Ressel

Was machen "Medecins sans frontiers"? Wie kann man dort mitarbeiten? Was erwartet einen in fremden Ländern als Arzt? Dr. Anke Ressel, die Anfang diesen Jahres noch in Somalia in einem Hilfsprojekt für "Ärzte ohne Grenzen" gearbeitet hat, wird uns allgemein Einiges über die Arbeit als Arzt in der Organisation berichten, wie auch speziell in ihrem Vortrag den Schwerpunkt auf die Arbeit dort im Krankenhaus legen und viele Bilder spannender Diagnosen und interessanter Fallberichte zeigen.


Einführung in die Palliativmedizin mit Führung über die Station
Zeit: 16.00 - 17.00 Ort: Treffen vor dem Tombolastand
Referent: Dr. B. Alt-Epping (Palliativmedizin UMG)

„Nicht dem Leben Tage, sondern den Tagen Leben geben.“ Nicht immer kann die Medizin heilen. Zum Arztberuf gehört auch die Begleitung chronisch kranker und sterbender Menschen sowie ihrer Angehörigen. Genau dies hat die Palliativmedizin sich zur Aufgabe gemacht. Sie hüllt sich wie ein schützender Mantel (lat.:pallium) um schwerstkranke und sterbende Menschen. Die Palliativmedizin ist eine junge Disziplin. Dennoch gibt es bereits seit 1990 eine eigene Station im Göttinger Uni-Klinikum und seit Januar diesen Jahres das neue Palliativzentrum. Dr. Alt-Epping wird uns über die besonders gestaltete Station führen, die palliativmedizinische Arbeit vorstellen u. gerne Fragen beantworten.