Die Übersicht für das Programm 2006
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08:00 Live-op 81
10:00 Gesundheitsrisiko Atomenergie Hörsaal 04
10:00 Sex, Drugs and Rock `n`Roll Hörsaal 55
10:00 Leben-Lieben-Sterben Hörsaal 542
10:00 Hospiz und Sterbehilfe Hörsaal 01
10:00 Mit Sicherheit Verliebt Hörsaal 91
10:00 Klinikumsführung an der Kuchentheke melden
11:00 Tropenmedizin Hörsaal 81
11:00 Doping für`s Gehirn Hörsaal 55
11:00 Arzneimittel als öffentliches Gut Hörsaal 542
11:00 Klinikumsführung an der Kuchentheke melden
11:00 Ships of Mercy Hörsaal 01
12:00 Gesundheit heißt Gleichgewicht Hörsaal 04
12:00 bvmd Austausch (DFA) Hörsaal 55
12:00 Weibliche Genitalverstümmelung Hörsaal 01
13:00 Psychiatrie im Film Hörsaal 04
13:00 Burma Hörsaal 55
13:00 Elektronische Patientenakten Hörsaal 91
14:00 Cannabis – das unterschätzte Kraut Hörsaal 55
14:00 „Alltag Arzt“ Hörsaal 01
14:00 Musiktherapie Hörsaal 91
15:00 Wissenschaftslandschaft in Göttingen Hörsaal 04
15:00 Ärzte ohne Grenzen Hörsaal 81
15:00 Giftinformationszentrum an der Kuchentheke melden
15:00 Balint-Arbeit Hörsaal 01
17:00 Klassik im Klinikum Hörsaal 542
Die Ausführlichen Erläuterungen für das Programm 2006
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Kaffee, Kuchen und andere Leckereien
Zeit: 8.00 - 17.00 Ort: vor Hörsaal 81
Veranstalter: diverse Organisationen
Wie jedes Jahr gibt es vor dem Hörsaal 81 Kuchen, Tee und Kaffee. Direkt daneben sind die Stände von Stand der Aidshilfe, IPPNW, Terre des Frauennetzwerk, Mit Sicherheit Verliebt, Fachschaft Medizin (Basisgruppe und UMer) Attac, Organspendedienst und dem Deutschen Famulantenaustausch, Flüchtilingshilfe, Molekulare Medizin und Ships of Mercy. Dort wird, neben vielfältigen Informationen zu den verschiedenen Organisationen, sicherlich auch der eine oder andere Leckerbissen angeboten.
Tombola
Zeit: 8.00 - 17.00 Ort: vor Hörsaal 81
Veranstalter: Aktionstagsteam
Wir bitten um rege Beteiligung: Der volle Erlös geht an „Medico International“. Die Preise reichen von Trostpreisen bis hin zu Büchern und anderen tollen Dingen. Der Hauptpreis ist ein Tauchkurs!
Begrüßung & Live-OP
Zeit: 8.00 - 9.45 Ort: Hörsaal 81
Referent: Prof. Becker, Allgemeinchirugie
Nach einer Begrüßung der ‚early birds’ durch den Dekan und das Orga-Team wird direkt in den Operationssaal geschaltet. Herr Prof. Becker geht ganz in einem seiner Hobbies auf, wenn er das Mikro in der Hand hält: Die plastische Erklärung der wahrlich tiefen Einblicke in den Menschen. Sicher ist, dass der Bauch aufgemacht wird… Welches der Organe jedoch unters Messer kommt, bleibt bis zum Einschalten des Mikros offen. Gut frühstücken sollte jeder, der bisher noch nicht so oft am „Tisch“ dabei war.
Gesundheitsrisiko Atomenergie
Zeit: 10.15 - 12.00 Ort: Hörsaal 04
Referent: Prof. Bertram, ehemaliger Leiter des Instituts für physikalische Chemie und
Elektrochemie der TU Braunschweig, Vorstandsmitglied des Instituts für
Forschung und Bildung und Experte der Anti-Atom-Bewegung
Zwanzig Jahre nach der Katastrophe von Tschernobyl hält Prof. Bertram einen kritischen Vortrag über die tödlichen Gefahren radioaktiver Strahlung und die Machenschaften der Atomindustrie, die z.B. Modelle zur Beschreibung der Wirkung radioaktiver Strahlung verwendet, die die tatsächlichen physikalischen und physiologischen Ereignisabläufe der Zerstörung von organischem Gewebe verschleiern. Prof. Bertram stellt mit detailliertem physikalischen und physiologischen Wissen dar, welche Risiken von Atomkraftwerken und Atommüll- Endlagern für unsere Gesundheit ausgehen.
Sex, Drugs and Rock ‘n‘ Roll – Lichtbildervortrag mit Musikbeispielen
Zeit: 10.15 - 11.00 Ort: Hörsaal 55
Referent: Prof. Bandelow
Vom schwierigen Glück, berühmt zu werden:
Michael Jackson, Robbie Williams, Elvis Presley, Kurt Cobain, Whitney Houston.
Warum bewundern wir gerade diejenigen Menschen, die in ihrem zerrissenen, hemmungslosen und ausschweifenden Leben oft das genaue Gegenteil von uns repräsentieren? Die Analyse der Biographien anerkannter Künstler aus der Sicht eines Psychiaters zeigt verblüffende Zusammenhänge zwischen einer gestörten Persönlichkeit, dem ehrgeizigen Streben nach Erfolg, der Fähigkeit, das Publikum zu begeistern und der Verzweiflung, der Angst und der Selbstzerstörung der Superstars. Spannend wird es, wenn wir in die Tiefen des menschlichen Gehirns blicken. Wir finden ein Nervensystem, das das Bindeglied zwischen Sex, Drogen und Rock 'n' Roll darstellt.
Hospiz und Sterbehilfe
Zeit: 10.15 - 11.00 Ort: Hörsaal 01
Referentin: Herr Bodenhagen
Wie sieht der Alltag in einem Hospiz aus? Wo liegen die Grenzen zwischen Sterbebegleitung und aktiver Sterbehilfe? Was können sich dabei für Probleme ergeben? Wenn Patienten sterben, entstehen belastende Situationen für Pflegepersonal, Ärzte und Angehörige. Viele Medizinstudenten haben während eines Praktikums oder einer Famulatur im Krankenhaus den Tod eines Menschen erlebt und erfahren, wie schwierig der Umgang mit dem Sterben sein kann. Wie schwierig würdevolles Sterben sein kann. Dieser Vortrag will uns mit der Problematik etwas vertrauter machen und uns das Hospiz als Institution näher bringen.
Mit Sicherheit verliebt – Workshop
Zeit: 10.15 - 12.00 Ort: Hörsaal 91
VeranstalterInnen: Mit Sicherheit verliebt
„Mit Sicherheit Verliebt“ ist ein studentisches Präventionsprojekt und bietet Euch am Aktionstag einen kostenlosen Schnupperworkshop an. Wir machen mit Euch eine 20-30 minütige Sexualpädagogik-Session mit HIV-Prävention – genauso wie wir sie normalerweise für Jugendliche an Schulen anbieten. Wir versprechen Spaß, Einblicke in unsere Arbeit und neue spannende Erkenntnisse über Sex und Euch selber!
Außerdem zeigen wir den neuen Dokumentarfilm des Berliner Regisseurs Karsten Hein (Am Rande - 6 Kapitel über Aids in der Ukraine), in Leihgabe des Regisseurs. Ein sicher nicht „leichter“ aber notwendiger Film der die AIDS-Problematik in der Ukraine thematisiert. Falls Ihr Lust habt können wir danach über den Film und die globale AIDS Problematik diskutieren.
Leben-Lieben-Sterben, Musik als Teil der menschlichen Evolution
Zeit: 10.15 - 11.00 Ort: Hörsaal 542
Referent: Prof. Frömmel (Dekan der medizinischen Fakultät Göttingen)
Gedanken zur Rolle der Musik in der Evolution des Menschen
Fitnesslandschaften (was ist das denn?) gibt es überall, und mit denen in der Welt der Proteine habe ich [Prof. Frömmel Anm. d. Red.] mich befasst. Als Musikfreund möchte ich dieses Konzept auf die Welt der Musik übertragen ? Kann Musik die Fitness des Menschen erhöhen?
Musik ist eine der Weltsprachen. Kein Volk, keine Sippe, keine Familie, kein Mensch hat je vollständig auf sie verzichtet, verzichten wollen, verzichten können. In ihrer Vielfalt ruft sie ebenso ein Staunen hervor, wie es uns die Natur in ihrer Vielzahl der Schöpfungen abverlangt. Selbst wenn einige wenige Aspekte der natürlichen Vielfalt der Arten und ihrer Entstehung betrachtet werden, ergeben sich eine Reihe auffälliger Parallelitäten zur musikalischen Sprache, ihrer Entwicklung, ihrer Zukunft. Der Vortrag möchte sich der Forderung Schillers: 'wie ganz anders verhält sich der philosophische Kopf! - Ebenso sorgfältig, als der Brotgelehrte seine Wissenschaft von allen übrigen absondert, bestrebt sich jener, ihr Gebiet zu erweitern und ihren Bund mit den übrigen wiederherzustellen – herzustellen sage ich, denn nur der abstrahierende Verstand hat jene Grenzen gemacht, hat jene Wissenschaften voneinander geschieden.' stellen und zwei Gebiete menschlicher Schöpferkraft - die der Kunst und der Evolutionstheorie - zu Worte kommen lassen.
Klinikumsführung I
Zeit: 10.15 - 11.00 Ort: Treffpunkt ist an der Tombola
Referent: MitarbeiterIn der Wäscherei
Wie letztes Jahr wird ein Bereich des großen Klinikumgebäudes erkundet. Im ersten Teil unserer Führung besuchen wir die Wäscherei. Treffpunkt ist an der Tombola, bitte dort melden. Für max. 15-20 Teilnehmer/Innen.
Klinikumsführung II
Zeit: 11.15 - 12.00 Ort: Treffpunkt ist an der Tombola
Referent: MitarbeiterIn der Klinikumsküche
Wie letztes Jahr wird ein Bereich des großen Klinikumgebäudes erkundet. Im zweiten Teil unserer Führung besichtigen wir die Küche. Treffpunkt ist an der Tombola, bitte dort melden. Für max. 15-20 Teilnehmer/Innen.
Arzneimittel als öffentliches Gut - Wege aus der globalen Gesundheitskatastrophe
Zeit: 11.15 - 13.00 Ort: Hörsaal 542
Referent: Thomas Gebauer, Geschäftsführer von Medico International,
Gründer der später mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichneten
„Internationalen Kampagne zum Verbot von Landminen“
35.000 Menschen sterben tagtäglich an Krankheiten wie AIDS, Malaria oder Tuberkulose. Sie sterben, weil sie sich die erforderlichen Behandlungen entweder nicht leisten können oder die Medikamente, die zur Behandlung nötig wären, gar nicht erst entwickelt wurden. Sie sterben an „vernachlässigten Krankheiten“, wobei der Begriff „vernachlässigt“ nur schlecht den eigentlichen Skandal verhüllt: nicht die Gesundheitsbedürfnisse von Menschen steuern das System der globalen Arzneimittelversorgung, sondern die Interessen der Kapitaleigner.
Es ist eine immer dramatischere Ausmaße annehmende „Apartheid“, die in der weltweiten Gesundheitsversorgung zum Ausdruck kommt. Exemplarisch lässt sich an der Pharmapolitik aber auch zeigen, wie der Weg aus der gegenwärtigen Gesundheitskatastrophe zu finden wäre: Wie dem Vormarsch neuer und alter Plagen begegnet werden kann. Wie wirksame Behandlungsmethoden gegen AIDS allen, die sie benötigen, zur Verfügung gestellt werden können. Wie die „Ver-Betriebswirtschaftlichung“ des Gesundheitswesens aufzuhalten ist.
Ships of Mercy
Zeit: 11.15 – 12.00 Ort: Hörsaal 01
Referent: Mercy Ships
„Mercy Ships“ betreibt als internationale Organisation mit momentan Sektionen in 17 Ländern seit 1978 eine Reihe von Schiffen, die als schwimmende Operationssäle in bisher 54 Ländern kostenlos dringende Operationen für Notleidende durchgeführt haben, für die Ärmsten der Armen, die normalerweise im Dunkeln bleiben.
Mit den Krankenhausschiffen als sicherer und mobiler Plattform setzt sich „Mercy Ships“ zudem in Hilfsprogrammen für Gesundheit und Wohlergehen der Bedürftigen ein, z.B. durch Gesundheitsstationen und Dorfentwicklungsprogramme. Die Besatzung der Schiffe setzt sich größtenteils aus Freiwilligen zusammen, die aus ca. 40 Nationen stammen.
Tropenmedizin
Zeit: 11.15 - 12.30 Ort: Hörsaal 81
Referent: Prof. Bommer
Der Göttinger Tropenmediziner berichtet Interessantes und Wissenswertes aus seinen jahrelangen Erfahrungen. Er war schon überall, ob es die eigene Krankenstation in Sierra Leone oder ein kleines Dorf auf den Philippinen ist. Er unterstützt seinen Vortrag mit eigenen Bildern aus aller Herren Länder. Egal ob Schlangenbisse, Schlafkrankheit oder Malaria – er hat alles schon gesehen und gibt es an Euch weiter.
Doping fürs Gehirn
Zeit: 11.15 - 12.00 Ort: Hörsaal 55
Referenten: Prof. Hüther
Ecstasy, Prozac, Ritalin, Modafinil – oder welche vielen anderen Brainbooster, Mindenhancer gibt es noch auf dem bunten Pillenmarkt? Vielleicht sind es aber auch ganz andere Interaktionen, die das Gehirn ‚besser’ werden lassen. Woran wächst der Mensch und sein Denk- und Steuerorgan? Verleihen wirklich nur käufliche Substanzen unserem neuronalen Zusammenspiel einen Schub? Oder welches sonstige – fast normale – und alltägliche menschliche Miteinander läßt die Aktivität gedeihen?
Gesundheit heißt Gleichgewicht – Traditionelle chinesische Medizin
Zeit: 12.15 - 13.00 Ort: Hörsaal 04
Referentin: Fr. Schreiber
Im Gegensatz zur westlichen Medizin, die sich in ihren verschiedenen Spezialisierungen auf immer kleinere Teilbereiche des Körpers konzentriert, versucht die TCM, sich ein möglichst umfassendes Bild des Menschen zu schaffen. Es wird nicht nur der kranke Teil des Körpers betrachtet. Mit einfachen Methoden wie der Befragung, der Puls- und Zungendiagnose und dem Betrachten des Patienten macht sich der/die Therapeut/in ein umfassendes Bild über den Menschen. Körperliche wie psychische Symptome, die sich wechselseitig bedingen, werden in Anamnese und Behandlung mit einbezogen.
Das Ziel einer Behandlung nach der TCM ist, die Lebensenergie eines Menschen wieder in sein natürliches Gleichgewicht zu bringen und damit die Selbstheilungskräfte zu stärken. Dies wird mit Hilfe der Akupunktur, Massagen und Kräutertherapie aber auch Ernährungsratschlägen, Qi Gong Übungen und Tipps zur Lebensführung erreicht.
In diesem Vortrag möchte ich einen Einblick in die wichtigsten Konzepte und die Möglichkeiten der TCM geben.
Bvmd-Austausch (Deutscher Famulantenaustausch) Göttingen
Zeit: 12.15 – 13.00 Ort: Hörsaal 55
VeranstalterInnen: Deutscher Famulantenaustausch
Entdecke Deine Möglichkeiten: bvmd – Austausch.
Die Sparte „Austausch“ der Bundesvertretung der Medizinstudierenden Deutschlands e.V. (kurz: bvmd) ist Dir vielleicht noch als der Deutsche Famulanten Austausch = DFA bekannt. Wir werden Dir vorstellen, wie Du einen Famulanten-, Forschungs-, oder Entwicklungshilfeaustausch mit vielen Vorteilen wie kostenlose Unterkunft und Verpflegung machen kannst. Außerdem wirst Du Erlebnisberichte von Deinen Mitstudenten hören, die mit dem bvmd- Austausch z.B. in El Salvador waren. Wir freuen uns auf Dich!
Weibliche Genitalverstümmelung
Soziokulturelle Hintergründe einer folgenschweren Tradition
Zeit: 12.15 – 14.00 Ort: Hörsaal 01
Referntin: Petra Schnüll, Abt. Allgemeinchirurgie, TERRE DES FEMMES e. V.
Dieses Thema muss in den Medien oft für pure Sensationsberichterstattung herhalten, der Journalismus verzichtet zugunsten des Voyeurismus. Im Gegensatz dazu wird in diesem Vortrag – neben der Vermittlung von Grundlagen – unter anderem beispielhaft auf die vielschichtigen soziokulturellen Hintergründe dieser Praktik eingegangen. Denn dort, wo Genitalverstümmelungen vorkommen, sind sie in komplexe gesellschaftliche Zusammenhänge von hoher sozialer und individueller Tragweite eingebettet. Bei dem Versuch, sich von den Vorurteilen der eigenen kulturell geprägten Weltanschauung zu lösen, um einen Einblick in eine völlig andere zu ermöglichen, wird – mit allem Respekt für die Betroffenen – dennoch nichts beschönigt.
Psychiatrie in "diagnostischen Sequenzen"
Zeit: 13.15 - 14.45 Ort: Hörsaal 04
Referent: Prof. Poser
Legendär ist der Professor auf jeden Fall. Wer den nun emeritierten Mediziner nicht mehr direkt in der Vorlesung erleben kann, sollte die Chance nicht ungenutzt lassen, seinen interessanten Vortrag zu genießen. Sehr wahrscheinlich kann man als Besucher danach die Tücken von Hustensaft identifizieren und verstehen, wie auch den Vorspann zu dem hier angespielten Film (Shining) vorahnend interpretieren. Immer wenn es in Hollywoods Filmmaterial langweilig zu werden droht, kommt ein zumindest etwas wunderlicher Charakter auf die Bühne... Hier beginnt die Show!
Burma – Im Schatten der goldenen Pagoden
Zeit: 13.15 - 14.00 Ort: Hörsaal 55
Referent: Burmahilfe
Burma ist ein Land mit ungeheurer exotischer Vielfalt, faszinierend und geheimnisvoll, mit altertümlichen Kulturschätzen und einer vom Leben geprägten, überaus liebenswerten Bevölkerung. Doch hinter diesen lächelnden Menschen versteckt sich das blutige Militärregime mit einem brutalen Unterdrückungsapparat. Einst die Reisschale Asiens ist es jetzt eines der ärmsten Länder der Welt und eines, in denen die Menschenrechte wie nirgendwo anders mit Füßen getreten werden.
Die Folge ist ein ständiger Strom von Flüchtlingen über die Grenze nach Thailand. Mehr als 2 Millionen Menschen verstecken sich in Burmas entlegenen Dschungelgebieten.
Helfen ohne Grenzen betreut Schulen, Waisenhäuser, Prothesen-Werkstätten für die Mienenopfer, den mobilen medizinischen Dienst und eine Klinik mit der Unterstützung der Universität Leipzig….
Elektronische Patientenakten und elektronische Gesundheitsakten
Zeit: 13.15 – 14.00 Ort: Hörsaal 91
Referent: Dr. Thomas Waller
Seit einer Dekade kommen elektronische Patientenakten in Deutschland in der Umgebung von Arztpraxen und Krankenhäusern zum Einsatz. Seit ca. 5 Jahren gibt es elektronische Gesundheitsakten, die sowohl Gesunde als auch kranke Menschen adressieren und die Verantwortung für die in der Akte enthaltenen Daten in die Verantwortung des Einzelnen legen. Der Vortrag gibt einen Überblick über die vorhandenen Systeme, zeigt die Unterschiede auf und erläutert, welchen Stellenwert diese Aktenformen im Zusammenwirken als auch im Kontext der geplanten Einführung der Telematikinfrastruktur haben könnten.
“Alltag Arzt”: Geschichten, die das Leben schreibt
Zeit: 14.15 - 15.00 Ort: Hörsaal 01
Referent: Prof. Burckhardt, Dr. von Ahsen, Dr. Röben-Kämpken
„Mediziner haben keine Freizeit.“
„Entweder Karriere oder Familie! Beides? Unmöglich!“
„Früher war im Studium alles ganz anders.“
In drei Kurzvorträgen soll einmal mit Vorurteilen aufgeräumt werden!
Ob nun eine Anstellung im Universitätsklinikum, der Forschung und Lehre oder im niedergelassenen Bereich, die Möglichkeiten eines Mediziners sind groß.
Wie bunt das Leben sein kann und welche Freuden und Probleme auf dem Weg warten können, davon soll einmal ganz ohne Umschweife in dieser Veranstaltung erzählt werden.
Cannabis – das unterschätzte Kraut
Zeit: 14.15 - 15.00 Ort: Hörsaal 55
Referent: PD Dr. Kunert, Max-Planck-Institut für Experimentelle Medizin
?9-THC ist der wichtigste psychoaktive Inhaltsstoff von Cannabis sativa. Es entfaltet seine zentralen Effekte über eine Wechselwirkung mit dem endogenen Cannabinoidsystem, das über seine spezifischen Rezeptoren erst vor wenigen Jahren entdeckt wurde und Wechselwirkungen mit anderen Neurotransmittersystemen aufweist. Bisher sind die Auswirkungen von ?9-THC auf Verhaltensprozesse überwiegend im Sinne einer vorübergehenden Intoxikation mit raschem Beginn und einem Rückgang auf Normalniveau innerhalb weniger Stunden oder Tage angesehen worden.
Neuere Studien stellen diese Annahme jedoch in Frage. Es wird vermutet, dass das endogene Cannabinoid-System an neurobiologischen und auch an neurokognitiven Reifungsprozessen beteiligt ist und dass insbesondere ein frühzeitig einsetzender regelmäßiger Cannabis-Konsum bei entsprechender genetischer Veranlagung unter anderem zu schwerwiegenden psychiatrischen Erkrankungen (z.B. Depressionen, Schizophrenie) führen kann. In dem Vortrag werden die aktuellen Forschungsdaten zu diesem Thema vorgestellt.
Musiktherapie in der Kinder- und Jugendpsychiatrie
Zeit: 14.15 – 15.00 Ort: Hörsaal 91
Referentin: Karoline Meylahn-Sohl, Diplom-Musiktherapeutin
Musiktherapie ist eine primär non-verbale Behandlungsform, eine psychotherapeutische Methode im Rahmen eines Gesamtbehandlungsprogramms.
Im Vortrag werden wir uns unter anderem mit unterschiedlichen Ansätzen in der Musiktherapie näher beschäftigen, verschiedene Methoden im allgemeinen und die eigene Vorgehensweise der Referentin im Besonderen kennen lernen und uns mit Indikationsstellung und Therapiezielen befassen. Ebenso soll auf Dokumentation und Eingliederung in die Abteilung, den Arbeitsalltag, eingegangen werden. Anhand eines Fallbeispiels kann die Thematik lebendiger und greifbarer werden!
Giftinformationszentrum live
Zeit: 15.15 – 16.00 Ort: Bitte melden an der Kuchentheke
Veranstalter: Dr. Schaper
Dr. Schaper veranstaltet eine Führung durch das Giftinformationszentrum Nord, das für ganz Norddeutschland der wichtigste Ansprechpartner in Vergiftungsfragen ist. Dort werden von einem Team aus Ärzten täglich per Telefon alle Anfragen zu Vergiftungsfällen aus ganz Norddeutschland beantwortet. Herr Schaper hält eine Palette an Erfahrungen mit den verschiedensten Giften und Vergiftungen bereit. Von verschlucktem Waschmittel über Medikamentenintoxikation bis hin zu afrikanischen Pflanzengiften oder Schlangenbissen kann er viel erzählen und einige nützliche Tipps für den Alltag als Mediziner oder Otto-Normalverbraucher geben.
Wir treffen uns um 15:00 an der Kuchentheke und gehen von dort gemeinsam ins GIZ.
Balint-Arbeit – die therapeutische Bedeutung der Arzt-Patienten-Beziehung
Zeit: 15.15 - 16.00 Ort: Hörsaal 01
Referent: Dr. Heide Otten, Fachärztin für Psychotherapeutische Medizin,
Präsidentin der internationalen Balint-Gesellschaft
Manche Patientenkontakte mögen schnell wieder in Vergessenheit geraten, einige funktionieren vielleicht hauptsächlich als Gedächtnisstütze für besondere Erkrankungen, aber es gibt auch immer wieder einprägsame (u. U. problematische) Begegnungen über die man nachdenkt und über die man sich gerne austauschen würde. Leider wird der Patient im Studium häufig mit seiner Krankheit gleichgesetzt – und doch macht der Kontakt selbst einen entscheidenden Teil des Arztberufs aus.
Balint-Arbeit heißt, in einer Gruppe eine Arzt-Patienten-Begegnung zu beschreiben und eine Beziehungsdiagnose zu erstellen. Dadurch kann ein erweitertes Bild der problematischen Beziehung entstehen, welches später einen veränderten, meist hilfreichen Zugang zum Patienten ermöglicht.
Nach einer Einführung in das Konzept wollen wir das Erfahrene praktisch umsetzen!
Wissenschaftslandschaft in Göttingen
Zeit: 15.15 - 15.45 Ort: Hörsaal 04
Referent: Prof. Neher
Göttingen – Stadt die Wissen schafft. Aber was für Wissen schafft sie denn? Prof. Neher (Träger der Nobelpreises für Medizin und Direktor des Max Planck Insitutes für Biophysikalische Medizin) erzählt etwas über große Institute, über berühmte Arbeitsgruppen und allgemein über die Wissenschaftlandschaft in unserem Göttingen.
Ärzte ohne Grenzen
Zeit: 15.15 - 16.00 Ort: Hörsaal 81
VeranstalterInnen: Ärzte ohne Grenzen
Ärzte ohne Grenzen leistet medizinische Nothilfe, wenn in Kriegsgebieten oder nach Naturkatastrophen das Leben vieler Menschen bedroht ist - ohne nach Herkunft, Religion oder politischer Überzeugung zu fragen. Zunehmend arbeitet die Organisation in "stabilen" Gebieten bei der Behandlung von vernachlässigten Krankheiten oder anderen längerfristigen Gesundheitsprogrammen. Für Ärzte ohne Grenzen ist es inakzeptabel, dass der Großteil der Menschheit von der Versorgung mit Medikamenten ausgeschlossen ist. Aus diesem Grund haben wir eine Kampagne ins Leben gerufen, deren Ziel es ist,globale Lösungen zur verbesserten Versorgung aller Menschen mit
Medikamenten zu erarbeiten und dazu die Verantwortlichen von Forschung, Wirtschaft und Politik an einen Tisch zu bringen. Tobias Luppe ist Referent dieser Kampagne für das deutsche Büro von Ärzte ohne Grenzen in Berlin.
Klassik im Klinikum
Zeit 17.15 - 18.30 Ort: Hörsaal 542
Musikanten: Prof. Kaboth, Prof. Frömmel, Medizinstudenten
Nun kann in letzter Minute doch noch die Veranstaltunge Klassik im KLinikum stattfinden. Herr Kaboth und Herr Frömmel werden, wie im letzten Jahr zusammen mit Medizinstudenten (deren Namen noch nicht feststehen) einen musikalischen Ausklang gestalten. Das Programm steht auch noch nicht fest wird aber hier veröffentlicht werden.
